Nach Prognosen-Enttäuschung
Metro-Aktie rutscht ab

Schlechte Zahlen bis Ende Dezember machen der Metro AG jetzt auch am Markt zu schaffen. Titel des Handelsriesen verbilligten sich um bis zu 3,5 Prozent. Auch der Euro beeinflusst den Aktienkurs.
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FrankfurtDer Aktienkurs der Metro AG ist am Dienstag in Frankfurt abgesackt, nachdem Deutschlands größter Einzelhändler mit seiner Jahres-Gewinnprognose die Analystenerwartungen enttäuscht hat. Belastet wurde das Unternehmen nicht zuletzt durch die schleppende Erholung in Europa. Der starke Euro untergrub zudem die Ergebnisse der Auslandsexpansion.

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr bis Ende September werde auch weiterhin von der „unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik” geprägt sein, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Hinzu kämen negative Wechselkurs-Effekte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten wird sich demnach voraussichtlich auf 1,75 Milliarden Euro belaufen. Von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,79 Milliarden Euro gerechnet.

Titel von Metro verbilligten sich um bis zu 3,5 Prozent und notierten um die Mittagszeit in Frankfurt bei 30,62 Euro 3,3 Prozent niedriger.

„Wir haben unsere Prognose aufgrund des Gegenwinds durch die Wechselkurse reduziert”, sagt Raghav Gupta-Chaudhary, Analyst bei Nomura Securities in London. „Außerdem gibt es da auch noch die Entwicklung des Unterhaltungselektronik- Geschäfts” und den relativ späten Einstieg in den Internethandel, fügte er hinzu.

Zu Metro gehören unter anderem die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn, wie auch die Real-Supermärkte und die Galeria Kaufhof Warenhäuser.

In den drei Monaten bis Ende Dezember sackte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sonderposten um 16 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro ab und blieb damit ebenfalls unter den Analystenerwartungen von 1,08 Mrd. Euro. Bereits am 13. Januar hatte das Unternehmen beim Quartalsumsatz einen Rückgang um 3,3 Prozent auf 18,7 Mrd. Euro bekannt gegeben. Diese vorläufigen Zahlen wurden am Dienstag bestätigt.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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