Nach Quartalszahlen
Porsche-Aktie rast der Konkurrenz davon

Mit einem deutlichen Kurssprung hat die Porsche-Aktie auf den Milliardengewinn des Autobauers reagiert. Händler sprachen von "gigantischen Zahlen". Den frischen Schwung kann das Papier allerdings auch gut gebrauchen. In den vergangenen Monaten hinkte es anderen Autowerten meilenweit hinterher.
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HB FRANKFURT. Die Porsche-Aktie ist am Mittwoch nach der Vorlage von Geschäftszahlen dem Markt und den Papieren der Konkurrent davongeeilt. Die Aktien des Sportwagenbauers rauschten um bis zu 8,6 Prozent auf 40,35 Euro in die Höhe. Der Dax lag gleichzeitig fast zwei Prozent im Plus. Die Autowerte VW und BMW gehörten allerdings zu den wenigen Verlierern im Leitindex.

"Das sind gigantisch gute Zahlen", sagte ein Händler. "Das operative Ergebnis ist sehr stark", fügte ein anderer hinzu. Das Unternehmen hatte für das Geschäftsjahr 2009/10 zwar einen Verlust ausgewiesen, zugleich aber eine Dividendenerhöhung angekündigt.

Analyst Robert Heberger von Merck Finck hatte seine Empfehlung für Porsche-Aktien bereits am Dienstag von "sell" auf "buy" hochgestuft und ein Kursziel von 42 Euro ausgegeben. Er rechne mit positiven Nachrichten bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2009/10, hatte Heberger seinen Optimismus begründet. Die Hochstufung könnte allerdings nur von kurzer Dauer sein, da seine allgemeine Haltung zu Porsche eher von Vorsicht geprägt sei, räumte Heberger ein.

Die Commerzbank hatte ihre Einstufung für Porsche noch am Dienstag bei "hold" belassen. Das Kursziel von Analyst Daniel Schwarz liegt mit 35 Euro deutlich unter dem nun erreichten Kurs. Allerdings hatte Schwarz auch nur ein Betriebsergebnis von einer Mrd. Euro vorhergesagt. Mit 1,2 Mrd. Euro übertraf der Sportwagenbauer diese Schätzung deutlich.

So stark die Porsche-Titel am Mittwoch auch zulegten - auf Neun-Monats-Sicht fahren sie so ziemlich allen Rivalen hinterher: denn die in keinem großen Index gelisteten Aktien liegen derzeit knapp zehn Prozent niedriger als noch zum Jahresende 2009. Dagegen haben BMW 57 Prozent und Daimler 28 Prozent zugelegt. Die Titel des künftigen Porsche-Mutterkonzerns VW notierten am Mittwoch mit 90,60 Euro 0,6 Prozent im Minus. Seit Jahresanfang haben sie 38 Prozent gewonnen.

Auch bei den Analysten kommt Porsche deutlich schlechter weg als die Konkurrenten: Aktuell empfehlen laut Bloomberg 13 Experten die Aktie zum Kauf, ebenso viele sagen "halten" und neun raten zum Verkauf. Bei BMW, VW und Daimler lauten jeweils mehr als 60 Prozent der Empfehlungen auf Kauf.

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  • Wenn die echte besteuerung, nach dem Ausstoß von CO 2 endlich mal käme, kommt aber nicht! Nur die dummen und einfältigen sollen Elektroautos kaufen, Herr Seehofer und Frau Merkel, da stimmt schon lange nichts mehr? Die neuen Protzkis in China und sonst wo können sich diese Drecksschleudern leisten.

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