Nachgefragt
"Die Anleger stehen bereits in den Startlöchern".

Lutz Weiler ist Vorstand der Equinet AG und war bislang an über 70 Börsengängen beteiligt. Im Interview erklärt er, wie hoch er das Interesse von Privat-Anlegern an Aktien-Neuemissionen einschätzt und mit welcher Einstellung Anleger an die Börsengänge des Jahres 2004 heran gehen sollten.

Wie schätzen Sie das Interesse von Privatanlegern an Aktien-Neuemissionen in diesem Jahr ein?

Das Interesse ist auf alle Fälle da. Die Privatanleger stehen wie die institutionellen Investoren in den Startlöchern. Und beide haben die gleiche Blickrichtung: Wenn sie eine Neuemission zeichnen, dann muss es etwas richtig Gutes sein. Ansonsten lassen sie lieber die Finger davon, was sie bei den beiden ersten Börsenkandidaten bereits eindrucksvoll bewiesen haben.

Haben die Absagen von X-Fab und Siltronic die Kleinanleger so verunsichert, dass sie sich nun gänzlich zurückhalten werden?

Ganz im Gegenteil: Wenn X-Fab durchgegangen wäre, dann hätte mich das schon sehr gewundert. Da waren zu viele handwerkliche Fehler und ein zu hoher Preis, auf die der Anleger entsprechend reagiert hat. Außerdem hat das Beispiel X-Fab gezeigt, dass eine Emission, die in ihrem Heimatmarkt derart durchfällt, international kaum zu platzieren ist. Bei Siltronic zeigte sich, dass der Anleger inzwischen mit sehr spitzem Bleistift an Emissionen herangeht und die Aktie schlicht als zu hoch gepreist empfand.

Mit welcher Einstellung muss der Anleger, der zu Zeiten des Neuen Marktes viel Geld bei Emissionen verloren hat, an die Börsengänge des Jahrgangs 2004 heran gehen?

Er muss vor allem auf Qualität achten. Das heißt, darauf zu blicken, welche Reputation das Management hat, wie es um die Nachhaltigkeit des Wachstums bestellt ist oder wie die Marktstellung des Unternehmens aussieht

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