Name des neuen Unternehmens ist Centrosolar
Centrotec bringt Solargeschäft an die Börse

Der Lüftungstechnik-Anbieter Centrotec will seine Solaraktivitäten bündeln und im kommenden Frühjahr mit strategischen Partnern an die Börse bringen.

HB DÜSSELDORF. Der Börsengang der neuen Tochter Centrosolar in den Prime Standard solle im Rahmen einer Kapitalerhöhung erfolgen, teilte das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen am Dienstag mit. Bereits im Herbst dieses Jahres solle die Einbeziehung in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse realisiert werden.

Derzeit würden bereits Gespräche mit Finanzinvestoren geführt, um die neue Firma mit zusätzlichem Kapital für die geplante Expansion auszustatten. Centrosolar werde 2006 über 100 Millionen Euro umsetzen und eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 5 bis 10 Prozent erreichen, hieß es.

Das Kerngeschäft der neuen Firma, an der Centrotec mit 60 Prozent die Mehrheit halten werde, sei der Vertrieb kompletter Solarsysteme für den Fach- und Großhandel. Centrosolar sei von dem Centrotec-Gründer Guido Krass als Übernahmeplattform geschaffen worden und halte bereits ein Unternehmen zur Herstellung von Solargläsern. Diese Firma habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet und sei profitabel gewesen.

Centrotec wolle nun seine Solarbefestigungssysteme und seine 70-prozentige Beteiligung an einem vor kurzem geschaffenen Joint Venture zur Fertigung von Solarmodulen in Centrosolar einbringen. Weitere Unternehmen sollen integriert werden, derzeit liefen bereits mit zwei Systemanbietern konkrete Übernahmeverhandlungen.

Centrotec beschäftigt sich derzeit im Solarbereich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Befestigungssystemen und in dem Joint Venture mit der Herstellung von Solarmodulen. Diese Geschäfte seien ebenfalls profitabel und würden 2005 4 Millionen Euro umsetzen und in 2006 etwa 15 Millionen Euro.

Centrotec, ursprünglich ein Spezialist für Hochleistungskunststoffe, hat sich in den vergangenen Jahren mit mehreren Zukäufen zunehmend auf den Umweltsektor fokussiert. Zu den größten Umsatzbringern zählen energiesparende Heiz- und Lüftungssysteme. Die Firma peilt 2005 einen Umsatz zwischen 140 und 145 Millionen Euro an und einen Betriebsgewinn (Ebit) zwischen 18,5 bis 19,5 Millionen Euro.

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