Negativer Analystenkommentar
Deutsche Bank schickt Phoenix Solar auf Talfahrt

Die Deutsche Bank sieht für einige Solaraktien Erholungspotenzial - nicht jedoch für Phoenix Solar. Das Unternehmen sei zu unflexibel, kritisieren die Analysten. Die Aktie drückt das empfindlich ins Minus.
  • 1

DüsseldorfStarke Kursbewegungen bei Solaraktien sind Anleger gewöhnt - und auch heute gibt es wieder kräftige Ausschläge. Für Bewegung sorgt eine Analystenstudie der Deutschen Bank, die die Aktien mehrerer deutscher Solarkonzerne unter die Lupe genommen hat.

In einer aktuellen Studie schreiben sie, dass sich die Absatzmengen in der Branche nach den jüngsten Rückgängen im zweiten Halbjahr erholen dürften. Allerdings gehen sie davon aus, dass längst nicht alle Solarkonzerne davon profitieren werden, weil sich gleichzeitig der Preisdruck fortsetzen dürfte.

Zu den Favoriten der Deutschen Bank zählen Solar-Spezialisten wie SMA Solar. Deutlich pessimistischer sieht Branchenanalyst Alexander Karnick dagegen die Aktie von Phoenix Solar. Sein Anlageurteil für das Papier nahm er von "hold" auf "sell" zurück. Den Kurs setzte das am Donnerstag kräftig unter Druck. Mit einem Minus von 4,5 Prozent auf 16,90 Euro waren Phoenix-Aktien am Nachmittag größter Verlierer im TecDax.

Als Grund für die negative Einschätzung von Phoenix Solar nennt die Deutsche Bank die fehlende Flexibilität des Unternehmens. Unter anderem habe Phoenix Solar die Einkaufspreise während ihres Tiefs nicht neu verhandelt, zudem sei das Management des Betriebskapitals nicht effizient.

In der Gunst der Anleger steht Phoenix Solar schon seit einer Weile weit hinten. Während andere Solarwerte im Zuge der Debatte um den deutschen Atomausstieg deutlich zugelegt haben, haben die Aktien von Phoenix seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert eingebüßt. Das ist der zweitschlechteste Wert aller 30 TecDax-Aktien. Einzig der Konkurrent Q-Cells schneidet mit einem Minus von 47 Prozent seit Anfang Januar noch schlechter ab.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Negativer Analystenkommentar: Deutsche Bank schickt Phoenix Solar auf Talfahrt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Hatt de Deutsche bank schon einen intersessenten aus sein Kundenstamm fuer die buede? Die das gerne uebernehmen moechtte. ????

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%