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Nein Frankreichs stoppt EU-Integrationsprozess nicht - HVB

Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die französischen Wähler wird den europäischen Integrationsprozess nach Einschätzung der HVB nicht zum Stillstand bringen.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die französischen Wähler wird den europäischen Integrationsprozess nach Einschätzung der HVB nicht zum Stillstand bringen. Allerdings dürfte die Integration "ein kleines bisschen weniger marktorientiert" ausfallen als bisher und mehr durch protektionistische Strömungen beeinflusst werden, erwartet der HVB-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer am Montag in München veröffentlichten Studie.

Das Nein Frankreichs komme für die Märkte ingesamt nicht unerwartet. Bereits im Vorfeld der Abstimmung war der Euro kräftig unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund dürfte sich der Euro nun rasch stabilisieren. Das französische Nein mache es aber für die EU-Kommission insgesamt schwerer, liberale Reformen voranzutreiben.

Im Hinblick auf die Erweiterung der Europäischen Union erwartet Krämer keine dauerhaften Schäden. Die Gespräche mit der Türkei dürften wie geplant im Herbst beginnen. Allerdings dürften sich diese nun länger hinziehen als bisher angenommen.

In einer Volksabstimmung ließen die Franzosen das europäische Verfassungsprojekt am Sonntag mit deutlicher Mehrheit scheitern. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris vom frühen Montagmorgen stimmten 54,9 Prozent der Wähler gegen den Text.

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