Neu an der Börse
Chinesische Firmen strömen weiter an die Frankfurter Börse

Drei Firmen aus dem Reich der Mitte planen derzeit ihren Börsengang. Zu ihnen gehört der Kartonhersteller Youbisheng Green Paper.
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FrankfurtDer Zustrom chinesischer Unternehmen an die Frankfurter Börse reißt nicht ab. Zu Beginn des dritten Quartals plant der Kartonhersteller Youbisheng Green Paper den Sprung aufs Börsenparkett, und noch im Juni sollen die Aktien von United Power und China Specialty Glass (CSG) auf dem Kurszettel auftauchen.

Der Sicherheitsglashersteller und der Produzent von Stromgeneratoren sind in Frankfurt keine Unbekannten: Beide Firmen hatten schon Ende vergangenen Jahres ihr Initial Public Offering (IPO) geplant, dann aber einen Rückzieher gemacht. In den vergangenen Jahren hatten mehrere Unternehmen aus dem Reich der Mitte in Frankfurt ihr Börsendebüt gefeiert, zuletzt vor wenigen Wochen der Taschenhersteller Powerland.

Am Freitag steht der erste Handelstag von United Power an - ein unglücklicher Zeitpunkt, wie manche Experten meinen. Denn in den USA wurden kürzlich gegen dort notierte chinesische Unternehmen Vorwürfe wegen falscher Bilanzierung erhoben. Die Aktienkurse chinesischer Firmen brachen daraufhin ein, darunter große und bekannte Unternehmen wie der Facebook-Rivale Renren.

Auch in Deutschland zogen diese Nachrichten Kreise, und United Power musste bei seinem Börsengang Zugeständnisse machen: Wesentlich weniger Aktien als angeboten wurden an den Mann gebracht, und in die Unternehmenskasse fließt mit rund 21 Millionen Euro deutlich weniger als erhofft.

Vor diesem Hintergrund geht der Kartonhersteller Youbisheng auf Nummer Sicher: Das Unternehmen aus Quanzhou kündigte am Donnerstag an, nach einem „Safe-IPO“ oder „IPO light“ genannten Verfahren vorzugehen. So will Youbisheng zur Not nur ein Listing vornehmen und sich mit der Kapitalerhöhung, die rund 40 Millionen Euro einbringen soll, Zeit lassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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