Neue Finanzaktie
Bankia senkt Ausgabepreis deutlich

Die spanische Sparkasse Bankia senkt den Ausgabepreis ihrer Aktie auf 3,75 Euro. Damit dürfte der Erlös um ungefähr 1,5 Milliarden Euro geringer ausfallen. Bankia äußert sich nicht zu den neuen Angaben.
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MadridDie spanische Sparkasse Bankia gibt sich bei ihrem geplanten Börsengang Kreisen zufolge mit weniger Einnahmen zufrieden. Die Sparkasse habe den Ausgabepreis ihrer Aktien auf 3,75 Euro je Anteilsschein gesenkt, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen am Montag. Damit fällt der Gesamterlös auf 3,1 Milliarden Euro. Eigentlich wollte Bankia mit dem Gang aufs Parkett bei einer Preisspanne von 4,41 bis 5,05 Euro bis zu 4,6 Milliarden Euro einnehmen. Der neue Preis entspricht einem Abschlag von 15 Prozent auf das untere Ende der ursprünglichen Preissspanne. Bankia wollte die Angaben nicht kommentieren.

Die Bücher für den Börsengang sollten noch am Montagnachmittag geschlossen werden. Der erste Handelstag ist für Mittwoch vorgesehen. Die Aktien seien hauptsächlich von spanischen Investoren gezeichnet worden, hieß es. „Es ist schwierig, internationale Investoren für Finanzaktien zu gewinnen“, sagte eine der Personen. „Und für spanische Finanzwerte ist es noch viel schwieriger.“

Die kleinere Banca Civica will ebenfalls an die Börse. Die Bücher sollen am Dienstag geschlossen werden. Die Bank will 945 Millionen Euro einnehmen. Bankia ging aus einer Fusion von sieben Sparkassen (Cajas) hervor und bessert mit dem Börsengang seinen schwachen Kapitalstock auf. Die Branche wurde in der Finanzkrise schwer vom Platzen der Immobilienblase auf der iberischen Halbinsel gebeutelt. Daraufhin schob die Regierung den Umbau des Sektors an. Angesichts der Schuldenkrise ist der IPO nun noch dringlicher geworden. Auch der Banken-Stresstest, dessen Resultate am Freitag veröffentlich wurden, konnten die Sorgen der Anleger nicht zerstreuen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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