Neue Prognose
US-Aktien droht Absturz von elf Prozent

In den vergangenen Jahren waren die Kurse an den Börsen kontinuierlich gestiegen. Jetzt könnte die Trendwende unmittelbar bevorstehen. Laut dem Analysten Tom DeMark werden die US-Märkte ab dieser Woche fallen.
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New YorkNach den Rekordständen in der vergangenen Woche häufen sich die negativen Prognosen. US-Aktien könnten nach Einschätzung von Tom DeMark ab dieser Woche um elf Prozent fallen - sollten sich einige Kurs-Muster als wahr herausstellen. DeMark ist unter anderem für einige Indikatoren bekannt, die eine Trendumkehr an den Aktienmärkten anzeigen sollen.

Seiner Meinung nach wird der US-Aktienleitindex Standard & Poor's 500 sein Hoch erreicht haben, wenn er einmal oder zweimal über 1891 Punkten schließt - ohne im vorangegangenen Intraday- Handel auf 1884 Zähler zurückgefallen zu sein, wie er in einem Interview mit Bloomberg News erklärte. Am letzten Freitag schloss das Börsenbarometer bei 1881 Punkten.

Für den Dow Jones Industrial Average prognostiziert DeMark einen Rückgang, falls folgendes passiert: ein Schlussstand über 16.581 Punkten, begleitet von einem vorangegangenen Intraday- Hoch oberhalb 16.661 Zählern. Den vergangenen Freitag hatte der Index bei 16.513 Punkten beendet.

In den vergangenen fünf Jahren waren die Kurse an den Börsen nach oben geschnellt. Dahinter standen Rekordergebnisse von Unternehmen, aber auch drei Runden an Konjunkturmaßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve. Auch Jeremy Grantham, Chef-Investment-Stratege bei Grantham Mayo Van Otterloo, ist pessimistisch: Der Standard & Poor's 500 werde auf 2250 Punkte klettern und dann nach der nächsten US-Präsidentschaftswahl einbrechen.

„Um die Wahl herum oder kurz danach wird die Marktblase zerplatzen - so, wie Blasen das immer tun. Dann geht es zurück auf den Trend-Wert bei etwa der Hälfte vom Höchststand oder sogar noch schlimmer“, schrieb der 75-Jährige am Donnerstag in seinem Quartalsbrief.

Im Jahr 2000 hatte Grantham richtigerweise prognostiziert, dass US-Aktien im folgenden Jahrzehnt zu Verlustbringern werden würden. Der S&P 500 verlor im Durchschnitt 1 Prozent pro Jahr in den zehn Jahren, die am 31. Dezember 2009 endeten. „Jeder, der in der Vergangenheit US-Aktien gekauft hat, als die Stimmung auf dem heute erhöhten Niveau war, hat im Schnitt Geld verloren“, erklärte Grantham.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Hallo, ich schreibe gerade an meiner Bachelor-Arbeit, in der ich den deutschen Kapitalmarkt aus Sicht der Privatanleger untersuche. Deshalb gibt es derzeit einen kurzen Fragebogen von mir, der nur aus 7 Fragen besteht. Bin jedem "Freiwilligem" für seine Teilnahme dankbar :-)

    Hier geht es zum kurzen Formular
    http://goo.gl/IGwAZF

  • Liebe HB-Redaktion,

    ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass es schwierig ist die Seite jeden auf's Neue mit Inhalten zu füllen und dabei mehrmals täglich zu updaten.
    Aber was zur Hölle sollen solche Beiträge? Absoluter Nonsens der morgen in den Tiefen des Internets verschwunden ist. Bitte lasst sowas einfach.

  • "US-Aktien droht Absturz von elf Prozent"
    Wenn der Hahn kraeht auf dem Mist aendert sich der Kurs oder er bleibt wie er ist.

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