Neuemission
Arques bringt Stahlchemie-Unternehmen SKW an die Börse

Das Beteiligungsunternehmen Arques bringt seine Stahlchemietochter SKW Stahl-Metallurgie über einen richtigen Börsengang an die Börse. Die Nutzung eines alten Börsenmantels hat das Unternehmen verworfen.

HB MÜNCHEN. „Wir bringen SKW normal an die Börse“, sagte eine Arques-Sprecherin am Montag. Arques werde dabei 25 Prozent der Anteile abgeben, zudem sei eine Kapitalerhöhung um 25 Prozent geplant. „Die Mittel werden zu gleichen Teilen der Gesellschaft und Arques zufließen“, sagte die Sprecherin. Bei einem Unternehmenswert von gut 100 Mill. Euro dürfte der Börsengang dann ein Volumen von etwa 50 Mill. Euro haben.

Arques ist auf den Kauf von sanierungsbedürftigen Firmen spezialisiert und hatte SKW 2004 vom Degussa-Konzern erworben. Seitdem hat Arques SKW auf Spezialchemie für die Stahlindustrie ausgerichtet und das Massengeschäft aufgegeben. Der Börsengang war ursprünglich schon für Ende 2005 geplant gewesen und sollte über das Einbringen der SKW in einen börsennotierten Firmenmantel vollzogen werden. Die steuerlichen Fragen bei dieser Transaktion hatte den Börsengang verzögert. Diese Variante werde nun nicht weiter verfolgt, sagte die Sprecherin.

Als Emissionshaus für den Börsengang sei nun die Berenberg Bank ausgewählt worden, teilte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen mit Sitz in Starnberg weiter mit. Die Vorbereitungen seien weit fortgeschritten, und der von Banken ermittelte Unternehmenswert bestätige die Bewertung durch Arques selbst, die in der Bilanz 2005 veröffentlicht wurde. Darin hatte Arques für SKW einen Wert von 110,7 Mill. Euro angegeben.

Nach dem Börsengang soll der Streubesitz an der SKW nach den Angaben etwa 40 Prozent betragen, die Notierung solle im Prime Standard erfolgen. Bei der SKW geht Arques damit entgegen anderer Ankündigungen nun anders vor als bei der Druckereitochter Arquana, die über einen alten Börsenmantel gelistet wurde. Seinen Aktionären hatte Arques unter anderem durch die Erlöse aus dem SKW-Börsengang eine Sonderdividende für 2006 in Aussicht gestellt.

Zu den Beteiligungen der stark wachsenden Arques-Gruppe gehören Druckereien, Maschinenbauer, Versandhäuser und die Nachrichtenagentur ddp. Im ersten Quartal 2006 hatte Arques bereits neue Firmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mill. Euro gekauft. Bislang peilt das Unternehmen für dieses Jahr einen Umsatz von 780 Mill. Euro an - annähernd eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.

An der Börse legte der Kurs der Arques-Aktie um rund zwei Prozent auf 145,75 Euro zu.

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