Neuemission
Börsenpläne von Ceramtec nehmen Gestalt an

Eigentümer Cinven will den Industriekeramik-Hersteller Ceramtec Insidern zufolge an die Börse bringen. Die betreuenden Banken sind schon ausgewählt, die Emission ist für Ende 2015 oder Anfang 2016 erwartet.
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FrankfurtNur zwei Jahre nach dem Einstieg will der Finanzinvestor Cinven den schwäbischen Industriekeramik-Hersteller Ceramtec Insidern zufolge an die Börse bringen. Die Banken, die das Unternehmen aus Plochingen bei Stuttgart dabei begleiten sollen, sind bereits mandatiert, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Mit der Organisation betraut wurden die Bank of America und Morgan Stanley, in der zweiten Reihe seien die Deutsche Bank, Goldman Sachs und UBS beteiligt. Die ehemalige Hoechst-Tochter wird mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet. Cinven hatte 1,5 Milliarden Euro für CeramTec bezahlt.

Der Börsengang soll den Insidern zufolge Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres über die Bühne gehen. Erwogen werde neben einer Emission an der Frankfurter Börse auch ein Listing in den USA, wo mehrere Konkurrenten von CeramTec sitzen. Normalerweise werden die Banken etwa fünf bis sechs Monate vorher ausgewählt. Cinven und die Investmentbanken wollten sich zum Zeitplan nicht äußern.

Das Unternehmen stellt eine Fülle von Produkten her, die zur technischen Keramik gezählt werden – von Komponenten für künstliche Hüften über Keramik für Leiterplatten bis zu Teilen von Wasserhähnen und Lagern. Das 1903 gegründete Unternehmen war 1985 an Hoechst verkauft worden, wurde 1996 an mg Technologies weitergereicht und landete 2004 beim Rockwood-Konzern, der dem Finanzinvestor KKR gehörte. Im vergangenen Jahr setzte Ceramtec mit 3600 Mitarbeitern 475 Millionen Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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