Neuemission
Britischer Versicherer geht an Londoner Börse

Der britischer Versicherer Saga will in Kürze an der Börse aktiv werden. Das Unternehmen mit 2,5 Millionen Kunden weltweit erwartet einen Erlös von bis zu 672 Millionen Euro. Banken übernehmen die Neuemission für Saga.
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Frankfurt am MainDer britische Versicherer und Reiseveranstalter Saga will bald an die Londoner Börse gehen. Seine Eigentümer, drei Finanzinvestoren, hoffen, dass das Unternehmen dabei mit mindestens 2,2 Milliarden Pfund (2,7 Milliarden Euro) bewertet wird. Mindestens 25 Prozent der Aktien sollen bei Investoren platziert werden, wie Saga am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen erwartet einen Nettoerlös von 550 Millionen Pfund (672 Millionen Euro). Mit dem Geld soll der Schuldenstand auf 700 Millionen Pfund gesenkt werden. Saga war 2007 zusammen mit dem Automobilclub Automobile Association (AA) für 6,3 Milliarden Pfund von den Beteiligungsgesellschaften Permira, Charterhouse und CVC übernommen worden. Für sie ist der Börsengang der Einstieg in den Ausstieg.

Die aus einem Reiseveranstalter entstandene Saga hat sich auf die wohlhabende Generation der über 50-Jährigen spezialisiert: Sie bietet die unterschiedlichsten Dienstleistungen von Versicherungen über Kreuzfahrten bis zur Partnervermittlung. Das Unternehmen hat 2,5 Millionen Kunden. Im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende Januar) hat Saga bei einem Umsatz im Kerngeschäft von 1,2 Milliarden Pfund operativ 222 Millionen Pfund verdient. Nach dem Börsengang sollen 40 bis 50 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausgeschüttet werden.

An dem Börsengang sollen sich Privatkunden beteiligen können. Sie müssten allerdings mindestens 1000 Pfund in Saga-Aktien investieren, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Der Börsengang wird federführend von der Citigroup, der Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse und Goldman Sachs begleitet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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