Neuemission
Immofinanz will Wohnungstochter Buwog börsenfit machen

Eigentlich wollte Immofinanz ihre Wohnimmobilientochter Buwog schon in diesem Jahr an die Börse bringen – nun wird ist es doch erst 2014 so weit. Die Österreicher wollen den deutschen Immobilienmarkt aufrollen
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WienDie österreichische Immofinanz will ihrer Wohnimmobilientochter Buwog mit weiteren Übernahmen in Deutschland den Weg an die Börse ebnen. Bis Ende Dezember möchte Firmenchef Eduard Zehetner 10.000 bis 15.000 Wohnungen in der Bundesrepublik kaufen, um die Buwog Investoren als deutsch-österreichischen Konzern anpreisen zu können. "Wir sind in einer ganzen Reihe von parallel laufenden Akquisitionsprozessen eingebunden. Es ist einiges am Markt", sagte er am Montag auf einer Pressekonferenz. Bislang hat die Tochter knapp 29.000 Wohnungen in Österreich und nur 4000 in Deutschland - wo die Renditen für den Konzern deutlich höher sind.

Sobald die Buwog ein Portfolio von mehr als 40.000 Wohnungen hat, will Zehetner sie an die Börse bringen - möglichst noch im bis Ende April laufenden Geschäftsjahr 2013/14. "Das wäre das Wunschszenario", sagte er. Der Schritt könne jedoch auch später im Jahr 2014 erfolgen.

Ob Immofinanz die Tochter als klassisches IPO an die Börse bringt oder nach dem Vorbild von Siemens und seiner Leuchtmitteltochter Osram im Zuge einer Abspaltung an die bestehenden Aktionäre verschenkt, könnte sich bis Ende Dezember entscheiden, sagte Zehetner. Dies sei vor allem vom Marktumfeld abhängig. Bei einer Abspaltung würde Immofinanz zunächst die Hälfte der Buwog an die Aktionäre verschenken und einige Jahre später weitere Anteile über die Börse verkaufen.

Plan mit Hindernissen

Eigentlich wollte Zehetner die Buwog bereits im laufenden Jahr auf dem Kurszettel einer deutschen Börse sehen - wegen des volatilen Börsenumfeld hatte der Konzern dieses Ziel aber dann verschoben. Zuvor hatten bereits die deutschen Konkurrentinnen Deutsche Annington und Gagfah Probleme, ihre Aktien bei Investoren zu platzieren.

Die Immofinanz-Aktionäre dürften die Börsenpläne der Wohnungstochter genau verfolgen - schließlich hatte ihnen Zehetner bei einem erfolgreichen IPO eine Sonderdividende in Aussicht gestellt. Bei einer Abspaltung falle diese flach - zumal die Eigentümer mit den geschenkten Buwog-Aktien ohnedies den dreifachen Gegenwert einer Dividende erhalten würden, sagte der Manager

Die Buwog hat ihr Betriebsergebnis (Ebit) im vergangenen Geschäftsjahr dank höherer Einnahmen aus dem Verkauf und der Bewirtschaftung ihrer Immobilien um gut ein Drittel auf 177,2 Millionen Euro gesteigert. Angaben zum Nettogewinn machte das Unternehmen nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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