Neuemission
IPO-Gerüchte treiben Lufthansa-Aktien

Lufthansa dementiert Gerüchte um einen Börsengang seiner Catering-Tochter. Doch die Spekulationen um eine mögliche Neuemission halfen der Luftgesellschaft am Donnerstag an der Frankfurter Börse.
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FrankfurtVerwirrung um die Lufthansa-Bordverpflegungssparte LSG Sky Chefs: Einem Medienbericht zufolge erwägt die Airline nun doch einen Börsengang der Tochter. Der Lufthansa-Aktienkurs schnellte daraufhin um bis zu drei Prozent in die Höhe. Doch das Unternehmen ruderte zurück: LSG entwickle sich erfreulich und die kursierenden Informationen über einen bevorstehenden IPO seien „reine Marktgerüchte“, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte LSG-Chef Walter Gehl in einem Interview damit zitiert, dass eine Börsennotierung von LSG dank steigender Gewinne des Unternehmens eine Option geworden sei.

Die Lufthansa-Spitze hatte einen Verkauf des Weltmarktführers für Flugzeugessen in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert, um frisches Geld für Investitionen locker zu machen. Die Planspiele wurden aber vor gut einem Jahr offiziell beerdigt. Die Kranich-Airline sehe Wachstumschancen im Catering und wolle neue Geschäfte – etwa durch die Belieferung von Schulen – erschließen, hatte Finanzchefin Simone Menne damals gesagt. Zudem sei LSG zentral für das Passagier-Kerngeschäft der Lufthansa. „Ohne LSG wären wir abhängig von drei globalen Playern.“

Das Thema könnte aber wieder an Aktualität gewinnen, da die größte europäische Airline vor zwei Wochen wegen der harte Konkurrenz am Himmel ihre Gewinnziele für dieses und nächstes gekippt hat. Um gegenzusteuern, soll nun alles auf den Prüfstand. Konkretes will der neue Konzernchef Carsten Spohr am 9. Juli vorstellen. Im Mai hatte die arabische Fluglinie Emirates Interesse an einem Kauf von LSG bekundet. Jede dritte Bordmahlzeit, auch bei anderen Fluglinien, stammt von der Lufthansa-Tochter. Voriges Jahr setzt das Unternehmen mit 32.000 Mitarbeitern 2,5 Milliarden Euro um. Der operative Gewinn stieg um vier Prozent auf 105 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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