Neuemission
Pharmafirma Biofrontera geht an die Börse

Das Pharmaunternehmen Biofrontera will sich von der DZ Bank an die Börse bringen lassen. Das Leverkusener Unternehmen hat sich auf Pharmaprodukte zur Behandlung von Hautkrankheiten spezialisiert.

HB FRANKFURT. „Wir versuchen das jetzt zeitnah umzusetzen“, sagte Biofrontera-Chef Hermann Lübbert am Mittwoch. Zu Jahresbeginn hatte Lübbert den Börsengang noch für das erste Halbjahr angekündigt. Genaue Angaben zum Zeitplan wollte die Firma nun nicht machen. Die Leverkusener Gesellschaft will ihre Aktien im stark regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse listen lassen.

Das Unternehmen will sich vornehmlich an institutionelle Investoren wenden, aber auch Privatanleger ansprechen. „Wir glauben, dass wir mit unserem Geschäftsmodell nicht in die volle Risikoklasse gehören, die wir bei anderen Biotechunternehmen sehen“, erklärte Lübbert.

Die Einnahmen aus dem Börsengang will das Unternehmen für die Entwicklung seiner Produkte, den Erwerb neuer Produktkandidaten sowie den Aufbau von Vertrieb und Vermarktung verwenden. Biofrontera sei zwar finanziell gut positioniert, könne aber mit der derzeitigen Kapitalausstattung seine Pipeline nicht voll entwickeln, sagte Lübbert. Im September 2005 hatte Biofronterea eine Wandelanleihe über 20 Mill. Euro an der Börse platziert, die im Freiverkehr der Frankfurter Börse gehandelt wird.

Im vergangenen Jahr setzte Biofrontera mit 21 Mitarbeitern 391 000 Euro um und verzeichnete einen Nettoverlust von 2,58 Mill. Euro. 2009 will der Börsenkandidat schwarze Zahlen schreiben. Biofrontera ist Lübbert zufolge derzeit zu 60 Prozent in Besitz von Wagniskapitalgesellschaften. Den Rest halten das Management und die Gründer sowie Privatinvestoren und Mitarbeiter.

Die 1997 gegründete Gesellschaft hat derzeit drei Präparate in der klinischen Erprobung am Menschen. Am weitesten vorangeschritten ist ein Medikament gegen Verhornungsstörungen der Haut. Derzeit arbeitet Biofrontera darauf hin, dass für das Mittel die behördliche Genehmigung für eine Phase-III-Studie erteilt wird. Das Medikament soll dann 2008 in Europa auf den Markt kommen.

Daneben hat Biofrontera ein Medikament zur Behandlung von Neurodermitis und eines gegen eine chronische Form der Nesselsucht in der zweiten klinischen Entwicklungsphase. Üblicherweise müssen Medikamentenkandidaten drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen erfolgreich durchlaufen, ehe ein Zulassungsantrag gestellt werden kann. Neben seinen drei klinischen Projekten verfügt Biofrontera noch über vier präklinische Programme mit Substanzen zur Behandlung von Entzündungsvorgängen.

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