Neuemission
Sinosol wagt den Börsengang

Nach über einem halben Jahr Pause zeigt sich wieder etwas Bewegung bei deutschen Börsengängen. Angesichts der jüngsten Erholung bei den Solarwerten überrascht es nicht, dass ausgerechnet ein Unternehmen dieser Branche den Schritt aufs Parkett wagt: Das Solar-Unternehmen Sinosol plant den Börsengang für den 25. Juni.

MÜNCHEN/FRANKFURT. Das Unternehmen will 5,28 Mill. Aktien an der Börse platzieren. Die Angebotsfrist begann gestern und endet voraussichtlich am 24. Juni. Die Preisspanne beträgt nach Angaben von Finanzchef Raphael Krause elf bis 15 Euro. Konsortialführer ist Unicredit. Im vorbörslichen Handel beim Börsenmakler Schnigge wurde die Aktie gestern immerhin in der Mitte der Angebotsspanne zwischen 12 und 14 Euro gehandelt.

Dass großes Anlegerinteresse für kleinere Neuemissionen zurzeit alles andere als selbstverständlich ist beweist GK Software, ein Software-Hersteller für den Einzelhandel. Am Dienstag hatte GK Software mangels allzu großen Anlegerinteresse den Börsengang verschoben und will diesen nun mit veränderten Emissionskonzept am 19. Juni nachholen. Wollte er noch vor einer Woche 694 000 Aktien zum Preis von 29 bis 35 Euro platzieren, so hat er die Zahl nun auf 415 000 und die Preisspanne auf 21 bis 23 Euro reduziert. Selbst, ob die zu erreichen ist, ist derzeit fraglich. Bei Schnigge kostete die Aktie gestern zwischen 20 und 22,50 Euro.

Die in Stuttgart ansässige Sinosol erzielt die Hälfte des Umsatzes mit dem Großhandel von fertigen Solarmodulen und die andere Hälfte mit der Entwicklung und Projektierung von Solarparks. Der Umsatz betrug im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2006/07 nach Unternehmensangaben zwölf Mill. Euro. Allein im ersten Halbjahr sei der Umsatz aber bereits auf 35,7 Mill. Euro gestiegen, hieß es. Der Gewinn vor Steuern habe im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2,2 Mill. Euro betragen.

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