Neuemission Springer-Nature-Chef sieht Börsengang als logischen Schritt

Es wäre die dritte deutsche Milliarden-Emission in diesem Jahr. Springer-Nature-Chef Ropers hält sich alle Optionen offen.
Update: 19.03.2018 - 09:36 Uhr Kommentieren
Der Wissenschaftsverlag verfügt über einen geschätzten Börsenwert von fünf Milliarden Euro. Quelle: AP
Springer Nature

Der Wissenschaftsverlag verfügt über einen geschätzten Börsenwert von fünf Milliarden Euro.

(Foto: AP)

FrankfurtSpringer-Nature-Chef Daniel Ropers hält einen Börsengang des Wissenschaftsverlags für einen logischen Schritt. „Wir schauen uns die Optionen an“, sagte Ropers der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Allerdings sei es zu früh zu sagen, ob nach allen Überlegungen ein Börsengang folge. „Am Ende müssen alle glücklich sein: Kunden, Mitarbeiter, Eigentümer.“ Der im Besitz der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und des Finanzinvestors BC Partners befindliche Wissenschaftsverlag, der das weltbekannte Wissenschaftsmagazin „Nature“ verlegt, wird schon seit geraumer Zeit als Börsenkandidat gehandelt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters im Februar von Insidern erfahren hat, soll im Mai die milliardenschwere Emission offiziell losgetreten werden. Vier Wochen später könnte Springer-Nature, der mit dem Berliner Verlagskonzern Axel Springer („Bild“) nichts zu tun hat, an der Frankfurter Börse gelistet sein.

Nach der Siemens-Medizintechniktochter Healthineers am vergangenen Freitag und der für diesen Freitag geplanten Erstnotiz der Deutschen-Bank-Vermögensverwaltungstochter DWS wäre Springer Nature die dritte Milliarden-Emission in diesem Jahr in Deutschland. Bereits im November hatten die Eigentümer von Springer Nature Insidern zufolge die Investmentbanken JPMorgan und Morgan Stanley mit den Vorbereitungen für einen Börsengang beauftragt.

Der Börsenwert von Springer Nature wird auf rund fünf Milliarden Euro geschätzt, mehr als 20 Prozent der Anteile sollen nach dem Sprung aufs Börsenparkett im Streubesitz sein. Das Unternehmen war erst 2015 aus der Fusion von Springer Science mit der Holtzbrinck-Tochter Macmillan Science & Education entstanden. Verleger Stefan von Holtzbrinck hält seither 53 Prozent der Anteile. Springer Nature hat mehr als 13.000 Mitarbeiter und kam 2017 auf einen Umsatz von 1,64 Milliarden Euro. Das Unternehmen publiziert jährlich rund 12.000 neue Buchtitel und verlegt fast 3000 Fachzeitschriften – die meisten davon online.

Anm. d. Red.: In einer ersten Version war der Umsatz von Springer Nature aufgrund eines redaktionellen Fehlers falsch angegeben. Richtig sind: 1,64 Milliarden Euro.

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