Neuemission
Versicherer Wiener Städtische will Börsengang vorziehen

Der österreichische Versicherer Wiener Städtische zieht seinen Börsengang voraussichtlich vor. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Danach soll der Börsengang, von dem sich Unternehmenschef Günter Geyer Einnahmen von mehr als 700 Millionen Euro erhofft, nicht erst im nächsten Frühjahr sondern bereits in den kommenden vier Wochen über die Bühne gehen.

DÜSSELDORF. Das Unternehmen, das sich bislang mehrheitlich in den Händen einer Stiftung befindet, hat bereits jene elf Prozent seiner Vorzugsaktien, die von Kleinaktionären gehalten werden, in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Die Aktie ist damit an der Wiener Börse in den so genannten Prime Market aufgestiegen und in den Leitindex ATX aufgenommen worden. 18 Millionen neue Aktien will der Versicherer ausgeben und so den Anteil der Aktien im Streubesitz auf 30 Prozent erhöhen. Der Börsengang wäre nach dem der Bankengruppe Raiffeisen International der größte in Wien in diesem Jahr.

Die Wiener Städtische ist mit ihren elf Millionen Kunden in Osteuropa nach dem Marktführer Allianz bislang mit deutlichem Abstand die Nummer zwei. Geyer will mit dem Geld von der Börse den Ausbau des Osteuropa-Geschäfts forcieren. Der Versicherer will überall dort, wo er tätig ist, unter die ersten fünf im Markt kommen.

Als Grund für den vorgezogenen Börsengang wird in Wiener Finanzkreisen die mögliche Kapitalerhöhung der Ersten Bank genannt. Sie braucht im Frühjahr 2006 Geld, wenn sie wie geplant, beim Kauf zweier Banken in Rumänien zum Zuge kommt. Zwei Kapitalerhöhungen über die Börse innerhalb eines Monats halten Analysten jedoch für ungünstig. Die Erste Bank ist gemeinsam mit Goldman Sachs die Bank, die den Börsengang des Versicherers betreut. Sprecher der beteiligten Unternehmen gaben zu den Plänen keinen Kommentar ab.

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