Neuemission von Facebook
Der seriöse Mr. Zuckerberg hat die Wall Street überzeugt

Mark Zuckerberg ist am Ziel: Die Facebook-Aktie ist einer der größten IPOs aller Zeiten. In der Nacht vor dem Börsengang wurde der Preis für das neue Papier sehr hoch angesetzt. Analysten rechnen mit einem Feuerwerk.
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New YorkFacebook hat den größten Internet-Börsengang der Geschichte erfolgreich über die Bühne gebracht. Das soziale Netzwerk konnte seine Aktien zum anvisierten Höchstpreis losschlagen. Facebook und seine Alteigentümer nahmen insgesamt 16 Milliarden Dollar ein (12,3 Mrd Euro).

Pro Stück gingen die Anteilsscheine für 38 Dollar an die Investoren. Das lag am oberen Ende der Preisspanne von 34 bis 38 Dollar. Das teilte Facebook am späten Donnerstag mit.

An diesem Freitag wird die Aktie zum ersten Mal an der US-Börse Nasdaq gehandelt. Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg wird von der Konzernzentrale aus die Eröffnungsglocke zur Handelssitzung läuten.

Experten trauen der Aktie bei ihrem Debüt einen Kurssprung von über 50 Prozent zu. "Ich denke, alles über 50 Prozent wird als erfolgreiche Emission betrachtet - alles unter 50 Prozent als enttäuschend. Viele Privatanleger kümmern sich nicht um die Bewertung", sagte Jim Krampfel, Analyst bei Morningstar.

Die Gesamtbewertung von Facebook liegt bei rund 104 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Google hatte bei seinem Börsengang im Jahr 2004 Aktien für 1,7 Milliarden Dollar verkauft und kam auf eine Gesamtbewertung von 23 Milliarden Dollar. Heute sind es gut 200 Milliarden Dollar.

Zuckerberg selbst hat 30 Millionen seiner eigenen Anteilsscheine verkauft und damit gut 1,1 Milliarden Dollar eingenommen. Mit dem Geld will er fällige Steuern begleichen. Er besitzt aber noch einen Anteil im Gegenwert von gut 19,1 Milliarden Dollar und kontrolliert 57 Prozent aller Stimmrechte. Damit wird Zuckerberg auch künftig die Geschicke von Facebook bestimmen.

Der Börsengang ist der Höhepunkt einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Mark Zuckerberg hatte Facebook zusammen mit Kommilitonen 2004 als digitales Jahrgangsbuch für Studenten auf die Beine gestellt. Schon im ersten Jahr zog das Netzwerk rund eine Million Nutzer an. Mittlerweile sind es gut 900 Millionen.

Die hohe Nutzerzahl macht Facebook für die Werbeindustrie interessant und erklärt die hohe Nachfrage der Investoren. Facebook ist allerdings eine Wette auf die Zukunft, denn noch sehen die Geschäftszahlen im Vergleich zu anderen Konzernen mau aus: Im vergangenen Jahr lagen der Umsatz bei 3,7 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 1 Milliarde Dollar.

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Was die Facebook-Euphorie überschattet

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  • Mr. Zuckerberg wird einst als das größte Schlitzohr in die Annalen eingehen. Wer eine schon fast mafiös operierende Bude auch noch für so viel Geld verkaufen kann, verdient zunächst mal Respekt vor derartiger Juzpe. Darüber hinaus ist aber feststellbar, das sich große Unternehmen bereits zurückziehen (GM), die erkannt haben, dass Werbung in diesem Medium kein Äquivalent zum Investment erbringt. Das wird Mr. Sugarmountain den Kopf kosten...

  • So sehe ich es auch. Aber Zocker wollen ihren Stoff, erstmal verkaufen und dann mitnehmen was geht.
    Dafür sind die dot.coms etc immer gut gewesen.
    Google hat tatsächlich ein Geschäftsmodell, welches sich rechnet. Durch die Suche selbst sind die 100mal schlauer als ein Bot das jemals aus dem Mainstream doktern könnte. Vielleicht klappt das ja mit Parfüm, Kosmetika und Schuhen, aber die Ansage von GM sagt schon viel. Die Werbewirtschaft bestimmt ob FB platzt oder nicht, nicht die 1 Millarde Accounts, davon gehören schon ca. 5000 einem bekannten Kunden von mir, der sich per Agentur welche schaffen läßt. Sonst klappt das mit den Likes nicht so gut :).

  • Voll die Ironie: der "seriöse" Mr. Zuckerberg....
    besonders, wenn man an die getricksten Anfänge denkt

    Man lese mal den Bericht bei der ZEIT:

    Die dunkle Vergangenheit des Mark Zuckerberg

    Dass der Facebook-Gründer Idee und Code für sein Netzwerk geklaut haben soll, ist nicht neu. Doch tat er möglicherweise einiges, um seine Gegner auch noch zu behindern

    http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/facebook-zuckerberg-connectu

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