Neuemissionen
Banker hoffen auf IPO-Welle

Im kommenden Jahr erwarten Experten bis zu 30 Neuemissionen in Deutschland. Auch die Bahn will ihre Börsenpläne vorantreiben.

AK, fmd, mm, rob FRANKFURT. Für die deutschen Investmentbanker ist 2005 fast schon Vergangenheit. Sie blicken bereits auf das kommende Jahr und hoffen auf eine weitere Verbesserung im Geschäft mit Börsengängen. Christian Meissner von Lehman Brothers rechnet mit „einer höheren Anzahl von Neuemissionen und einem höheren Volumen. 20 bis 25 Börsengänge seien möglich. Georg Hansel von der Deutschen Bank erwartet sogar bis zu 30 Neuzugänge. „2006 dürfte ziemlich lebhaft werden“, meint auch Achim Schäcker von Credit Suisse.

Bereits in diesem Jahr bekam der Markt neuen Schwung. Seit Januar gingen 13 größere deutsche Unternehmen an die Börse, im Vorjahr waren es nur sechs. Das Emissionsvolumen verdoppelte sich auf 4,7 Mrd. Euro.

Einige große Börsenkandidaten für 2006 stehen bereits jetzt fest. Im April dürfte nach Informationen aus Finanzkreisen die Platzierung des Wissenschaftsverlags Springer mit einem Volumen von knapp einer Mrd. Euro anstehen. Goldman Sachs, ABN Amro und UBS werden den Börsengang führen. Der Halbleiter-Spezialist Infineon wird seine Speicherchipsparte an den Markt bringen. Noch hat das Unternehmen keine Banken für die Platzierung ausgewählt. Als Favoriten gelten aber JP Morgan, Citigroup und die Deutsche Bank. Erste Schätzungen beziffern den Wert der Sparte auf drei bis 3,5 Mrd. Euro.

Auch in die Börsenpläne der Deutschen Bahn scheint Bewegung zu kommen. Nach Informationen aus Finanzkreisen forciert die Investmentbank Morgan Stanley als Berater die geplante Platzierung. Es existiere bereits ein detaillierter Masterplan, der die Emission komplett durchstrukturiere. Auch SPD-Finanzminister Peer Steinbrück stehe einem zügigen Börsengang aufgeschlossen gegenüber. Banker rechnen mit einem Platzierungsvolumen von 700 Mill. bis eine Mrd. Euro. Finanzpolitiker der Union treten aber auf die Bremse. „Ich halte 2006 für aberwitzig“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU Dirk Fischer. Nach bisherigen Plänen sollte die Bahn 2008 an die Börse.

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