Neuemissionen
Bestes Jahr für Börsengänge seit 2000

Insgesamt wird 2005 als Erfolgsjahr in die Statistik eingehen, auch wenn der Ausklang des Jahres vor allem bei deutschen Investmentbankern eher gemischte Gefühle hervorrufen dürfte.

HB FRANKFURT. Allmählich neigt sich das Jahr 2005 für Börsengänge der Neige zu. Die Platzierungen des Versorgers Electricite de France in Frankreich und der Heimwerkerkette Praktiker in Deutschland dürften die letzten großen Neuemissionen in Europa in diesem Jahr sein. Allenfalls einige kleine Unternehmen suchen in den kommenden Wochen jetzt noch den Weg auf das Parkett. Insgesamt wird 2005 als Erfolgsjahr in die Statistik eingehen, auch wenn der Ausklang des Jahres vor allem bei deutschen Investmentbankern eher gemischte Gefühle hervorrufen dürfte.

Weltweit stieg der Wert der Neuemissionen in diesem Jahr den Daten des Informationsdienstes Dealogic zufolge um etwa fünf Prozent auf 144 Mrd. Dollar und damit auf den höchsten Stand seit dem Boomjahr 2000. Die Anzahl der Börsengänge ging dagegen leicht von 1 454 auf 1 360 zurück. In Europa fällt das Ergebnis eindeutiger aus: Die Zahl der Börsengänge kletterte von 334 auf 502, gleichzeitig erhöhte sich das Volumen 35 Prozent auf 58 Mrd. Dollar.

In Deutschland gingen dem Datendienst Thomson Financial zufolge seit Anfang Januar immerhin elf größere Unternehmen an die Börse, im Vorjahr waren es nur fünf. Gleichzeitig verdoppelte sich das Emissionsvolumen nahezu auf 4,2 Mrd. Euro. Dennoch bleibt bei einigen Investmentbankern ein schaler Nachgeschmack. „Den großen Durchbruch haben wir noch immer nicht erlebt, gerade größere Emissionen sind nach wie vor Mangelware“, klagt ein Frankfurter Banker. Gemessen an den Erwartungen an dieses Jahr fällt das Ergebnis tatsächlich durchwachsen aus. Die Optimisten der Branche hatten mit bis zu 25 Neuemissionen gerechnet.

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