Neuemissionen
Börsen-Anwärter liefern sich Wettrennen mit dem Osterhasen

Selten dürfte Ostern in den Planungen vieler Investmentbanker, Anwälte und Firmenchefs eine so große Rolle wie in diesem Jahr gespielt haben. Aber nicht, weil rechtzeitig Eier bemalt sein müssen - vielmehr setzt das christliche Fest einige Börsenaspiranten gehörig unter Zeitdruck.
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Ostersonntag fällt auf den 24. April, das ist später als in den meisten Jahren. Das zwingt die Kandidaten dazu, jetzt den IPO-Turbo einzuschalten, um bis dahin Premiere auf dem Parkett zu feiern.

Die auf den ersten Blick paradoxe Rechnung erklärt sich so: Vier Wochen braucht ein Unternehmen vor der Ankündigung des Börsengangs bis zur Erstnotiz mindestens, rechnen Banker vor.

Vorher muss der Hunderte Seiten starke Börsenprospekt fertig sein, dem der Jahresabschluss 2010 zugrunde liegt. Dieser ist meistens nicht vor Ende Februar fertig. Nach Ostern würde das zu knapp - denn bei einem Börsengang nach dem 13. Mai müssten die Quartalszahlen im Prospekt stehen. Und wer erst dann anfängt, kommt gefährlich nahe an die Sommerflaute heran.

"Vieles spricht dafür, dass es noch vor Ostern einige Börsengänge geben könnte", sagt Wirtschaftsanwalt Herbert Harrer von Linklaters in Frankfurt, der viele Unternehmen an die Börse begleitet hat. Eine Handvoll Kandidaten scharrt vernehmlich mit den Hufen. „Das Geschäft brummt wieder - endlich“, atmet ein Banker auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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