Neuemissionen
Delta-Lloyd-Aktie fällt am ersten Börsentag

Der britische Versicherer Aviva hat seine niederländische Tochter Delta Lloyd an die Börse gebracht. Insgesamt spült der Börsengang mit 1,12 Mrd. Euro aber etwas weniger Geld in die Aviva-Kasse als zunächst erwartet. Zwar war der Börsengang überzeichnet, doch an der Börse ging es zunächst abwärts.
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HB AMSTERDAM. Der niederländische Versicherer Delta Lloyd hat ein flaues Börsendebüt gegeben. Die Aktien der Aviva-Tochter sanken an ihrem ersten Handelstag an der Amsterdamer Börse zweitweise um knapp fünf Prozent auf 15,23 Euro. Der Ausgabepreis lag laut Delta Lloyd bei 16 Euro und damit am unteren Ende der angepeilten Preisspanne. Experten sagten, Investoren machten sich weiter Sorgen über die wirtschaftliche Erholung und insbesondere Finanz-Titel. Der Börsengang ist mit Einnahmen von knapp einer Milliarde Euro der größte in Westeuropa in diesem Jahr.

"Es gibt noch Unsicherheit bei den Finanzwerten, was hier eine Rolle spielt. Es ist noch nicht vorbei", sagte Theodoor Gilissen, Analyst bei Paul Beijsens.

Reuters hatte aus Kreisen erfahren, dass Delta den Ausgabepreis wegen der jüngst stark gesunkenen Aktien des Finanzsektors vergleichsweise niedrig ansetzen musste. Die Aktien waren nach Angaben des Unternehmens aber dennoch überzeichnet. Die Einnahmen aus dem Börsengang von rund 995 Mio. Euro fließen in die Kassen des britischen Mutterkonzerns Aviva.

Experten verwiesen auch auf die derzeit zahlreichen Kapitalerhöhungen. Bei RBS sei ein solcher Schritt zu erwarten, bei der niederländischen Bank ING ebenso. "Es ist eine Frage von Angebot und Nachfrage", sagte Analyst Nico van Geest von Keijser Capital.

Im frühen Geschäft lagen die Titel noch zwei Prozent im Minus bei 15,67 Euro und damit stärker als der Gesamtmarkt, der knapp ein Prozent verlor.

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