Neuemissionen
Facebook-Debüt schreckt Börsenkandidaten ab

Das chaotische Handelsdebüt des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook hat den US-Markt für Neuemission offenbar vorübergehend fast zum Erliegen gebracht. Doch Experten sind optimistisch, dass sich das bald ändert.
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New YorkIm zweiten Quartal sank die Zahl der Börsengänge an der Nasdaq und New Stock Exchange (Nyse) binnen Jahresfrist um 50 Prozent auf elf, wie aus Daten des Verbandes der Kapitalbeteiligungsgesellschaften (NVCA) und von Thomson Reuters vom Montag hervorging. Der Berichtszeitraum war jedoch gemessen am Emissionsvolumen der stärkste in der Geschichte angesichts der 16 Milliarden Dollar schweren Ausgabe von Facebook-Aktien.

"Es besteht kein Zweifel, dass der Facebook-Flop und die Schuldenkrise in Europa im zweiten Quartal den Märkten geschadet hat", sagte Verbandspräsident Mark Heesen. Für den Rest des Jahres zeigte er sich jedoch optimistisch. Es stünden viele Börsenkandidaten bereit, die von Finanzinvestoren gestützt würden, ergänzte Heesen.

Seit dem von technischen Pannen begleiteten Börsengang von Facebook Mitte Mai sind die Aktien des Online-Treffpunkts auf Talfahrt. Die Aktie notiert nur noch bei 31 Dollar, nachdem sie mit 38 Dollar ausgegeben worden war. Gleich mehrere Aufsichtsbehörden und der Bankenausschuss des Senats untersuchen die Vorgänge rund um den Facebook-IPO. Neuaktionäre haben dabei rund drei Milliarden Dollar verloren. Enttäuschte Investoren reichten deswegen Klagen ein.

In den USA ging im Juni kein einziges Unternehmen an die Börse, wie aus einer am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young hervorging. In Europa gab es demnach zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren im Juni keinen einzigen Börsengang im Volumen von mehr als 100 Millionen Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ist das wieder so ein Scientology Detnhändler hier?

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