Neuemissionen
Infineon setzt auf Börsengang in den USA

Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon will seine Speicherchip-Tochter Qimonda im zweiten Halbjahr 2006 an die New Yorker Börse bringen. Der Aufsichtsrat gab am Mittwoch grünes Licht für das Vorhaben.

HB MÜNCHEN. Qimonda solle sein Kapitalmarktdebüt an der New Yorker Börse (Nyse) feiern, teilte Infineon am Mittwoch mit. „Für die USA sprechen vor allem die Marktliquidität und die relativ hohe Gewichtung von Technologie- und Halbleiterunternehmen in den amerikanischen Indizes“, erklärte Infineon-Vorstand und Qimonda-Aufsichtsratschef Peter Fischl.

Ausgegeben werden sollen Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie aus dem Besitz der Muttergesellschaft. Zunächst werde Infineon wie angekündigt die Mehrheit an der Tochter behalten. In den Vereinigten Staaten sollen die Papiere öffentlich angeboten werden, ansonsten richte sich das Angebot an institutionelle Investoren. Details zum angestrebten Emissionsvolumen nannte Infineon nicht.

„Der Börsengang wird gleichzeitig Infineon und Qimonda stärken und eröffnet Investoren eine klarere Investitionsentscheidung“, fügte Infineon-Chef Wolfgang Ziebart hinzu. Qimonda-Chef Kin Wah Loh sei aus dem Infineon-Vorstand ausgeschieden und werde sich künftig allein seiner Aufgabe an der Spitze des Herstellers von DRAM-Halbleitern widmen.

Infineon hat das schwankungsanfällige Geschäft mit Speicherchips Anfang Mai ausgegliedert. Infineon-Chef Ziebart nannte als Untergrenze für die Marktbewertung Qimondas Anfang April rund 2,3 Milliarden Euro. Er hatte angekündigt, dass sich Infineon nach der Erstnotiz der Tochter zügig ganz von seinen Anteilen trennen wolle.

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