Neuemissionen
Invision plant Börsendebüt für den 18. Juni

Mit dem Ratinger Spezialsoftware-haus Invision drängt der nächste Vertreter einer Branche an die Börse, die von den Anlegern lange Zeit vernachlässigt wurde. Weil viele Software-Unternehmen mittlerweile Gewinne schreiben, sind die Titel bei Investoren inzwischen wieder beliebt.

FRANKFURT. Davon will auch Invision profitieren, deren Börsendebüt im Premiumsegment der Börse, dem Prime Standard, für den 18. Juni geplant ist. Das Unternehmen entwickelt Lösungen zum optimalen Personaleinsatz. Damit können Unternehmen ihren Personaleinsatz planen und optimieren. Kunden sind vor allem junge Branchen wie beispielsweise Call-Center. Aber auch große Namen wie Ikea, Allianz oder Fraport finden sich auf der Kundenliste. Das schwedische Möbelhaus rüstet Invision inzwischen in elf Ländern mit seiner Software aus.

Vom Dienstag an bis zum 11. Juni ist das Management europaweit auf Roadshow bei Investoren. Am 13. und 14. Juni können die bis zu 1 077 000 angebotenen Papiere gezeichnet werden. Konsortialführer ist die Westdeutsche Landesbank (WestLB); zudem gehört das Bankhaus M.M. Warburg dem Konsortium an. Von den angebotenen Aktien stammen bis zu 714 996 Papiere aus einer Kapitalerhöhung, wodurch der Großteil des Emissionserlöses dem Unternehmen direkt in die Kasse fließt.

Pluspunkt bei der Emission des im Jahr 1995 gegründeten Unternehmens ist die hohe Rentabilität der Rheinländer. Im vergangenen Jahr erzielten sie bei einem Umsatz von 10,7 Mill. Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,95 Mill. Euro. Das entspricht einer auch in guten Zeiten für die Branche äußerst seltenen Ebit–Marge von 18 Prozent.

Diese Zahl soll sich sogar noch nach oben entwickeln. Sven Kuerten, Analyst bei Konsortialführer WestLB, hält in einer Studie zum Börsengang bis 2009 einen jährlichen Umsatzanstieg von im Schnitt 50 Prozent für möglich. Das Ebit soll seiner Ansicht nach in diesem Zeitraum sogar um 75 Prozent steigen. Den Unternehmenswert von Invision beziffert auf er Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von diesem und dem nächsten Jahr mit 70 bis 93 Mill. Euro.

Invision-Vorstandschef Peter Bollenbeck sieht den großen Vorteil seiner Software darin, dass sie in fast allen Branchen einsetzbar ist. „Hier eröffnet sich für uns noch ein großes Wachstumspotenzial, wenn wir den Vertrieb weiter ausbauen können“, sagt er. Den Erlös aus dem Börsengang will er in neue Anwendungsbereiche, die weitere Internationalisierung und den Ausbau des Partnervertriebs stecken.

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