Neuemissionen
Morgan Stanley erwartet 2007 bis zu 30 Börsengänge

Die US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet im kommenden Jahr mit einem anhaltend positiven Umfeld für Börsengänge in Deutschland.

HB FRANKFURT. „Im Jahr 2007 erwarte ich 20 bis 30 IPOs mit einem Emissionsvolumen von je über 100 Millionen Euro“, sagte Klaus Fröhlich, Leiter Equity Capital Markets (ECM) für Deutschland, Österreich und die Schweiz, am Donnerstag in Frankfurt. Dabei dürften mehr als fünf dieser Initial Public Offerings (IPOs) sogar ein Volumen von über 700 Mill. Euro haben.

Im laufenden Jahr sind bislang 13 Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von über 100 Mill. Euro in Deutschland an die Börse gegangen. Davon lagen mit Wacker Chemie und Gagfah nur zwei Transaktionen bei mehr als 700 Mill. Euro. Am kommenden Montag wird mit Symrise, die ein Volumen von bis zu 1,4 Mrd. Euro anstreben, der dritte große Börsengang dazu kommen.

Vor allem aus den Sektoren Energie, Versorger, Biodiesel, Industrie, Medien sowie Telekommunikation seien in den kommenden Monaten Börsengange zu erwarten, sagte Fröhlich. Daneben dürfte erneut die Immobilienbranche im Fokus stehen. “Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen klar sind, wird es im kommenden Jahr mit den Reits-IPOs losgehen“, so Fröhlich. Im Jahr 2007 sollen steuerbegünstigte Immobilienaktiengesellschaften, so genannte Real Estate Investmenttrusts (Reit), in Deutschland eingeführt werden.

Bei einem passenden Marktumfeld könnte die Anzahl der IPOs mit einem Volumen von über 700 Mill. Euro dann auch über den prognostizierten fünf liegen, da mit den REITs einige großvolumige Deals stattfinden dürften, so der Investmentbanker. Aber auch Finanzinvestoren würden das zu erwartende gute Umfeld nutzen, um Beteiligungen am Markt zu platzieren, erwartet Fröhlich. Viele dieser Exits, die vielleicht erst für einen späteren Zeitpunkt geplant gewesen seien, könnten sogar vorgezogen werden.

Das zu erwartende gute Umfeld für Börsengänge und andere Aktien- Platzierungen führte Fröhlich vor allem auf die anhaltend hohe Liquidität zurück.

Eine Überhitzung des Marktes sieht der Banker dabei aber noch nicht. „Es gibt keine fundamentalen Gründe, die derzeit für eine Blase sprechen.“ So gebe es bei den IPOs zum Beispiel eine sehr ausgeglichene Balance zwischen den verschiedenen Sektoren, aus denen die Kandidaten kämen. Auch die Bewertung des Gesamtmarktes sei nicht übertrieben.

Im laufenden Jahr dürfte Europa laut Fröhlich mit einem Volumen der Platzierungen am Kapitalmarkt von insgesamt über 200 Mrd. Dollar den höchsten Stand seit fünf Jahren erreichen. Damit liege das Volumen über dem in den USA und mache rund 35% des globalen Platzierungsvolumens aus. Börsengänge stellten dabei vor Umplatzierungen und Kapitalerhöhungen die größten Transaktionen dar.

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