Neuemissionen
Morgan Stanley verdient an chinesischen IPOs

Für Morgan Stanley haben sich die Bemühungen in China ausgezahlt: Die Investmentbank war in den zwölf Monaten bis zum 30. Juni 2006 führend in der Begleitung von chinesischen Börsengängen.

HB HONGKONG. Die US-Bank verdiente dabei 135 Mill. Dollar an Provisionen – mehr als jedes andere Finanzinstitut in der Region. In dem Geschäftsjahr bis zum 30. Juni haben sich 75 chinesische Unternehmen – darunter Banken, Immobilienentwickler, Technologiegesellschaften und Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe – 28,1 Mrd. Dollar über eine Aktiennotiz in Hongkong oder an einer der US-Börsen beschafft. Die Summe war damit fast doppelt so hoch wie in den zwölf Monaten zuvor. Die Transaktionen in diesem Jahr brachten den Investmentbanken Provisionen von etwa 788 Mill. Dollar ein, verglichen mit rund 459 Mill. Dollar ein Jahr zuvor. Die größten Börseneinführungen kamen aus dem Bankensektor. Die Construction Bank nahm mit ihrem IPO im Oktober 2005 über 9,2 Mrd. Dollar ein. Der Bank of China spülte der Börsengang im Juni 11,2 Mrd. Dollar in die Kasse.

Während bei der Construction Bank Morgan Stanley Konsortialführer war, profitierten von dem IPO der Bank of China die drei federführenden Emissionsbanken Goldman Sachs, Bank of China und UBS. Sie rangieren daher gemessen an den Provisionen auf den Plätzen zwei bis vier. Auf Platz fünf liegt China International Capital Corp, gefolgt von Credit Suisse Group, Merrill Lynch, BNP Paribas HL Bank und Citigroup. Die in Beijing ansässige CICC gehört zu 34 Prozent Morgan Stanley. Beim Rennen um neue Mandate hat Morgan Stanley jedoch wie bei der Industrial & Commercial Bank of China einige Male das Nachsehen gehabt.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stellten Börsengänge chinesischer Unternehmen 55 Prozent sämtlicher Börsendebüts in Asien (ohne Japan) dar und 14 Prozent der weltweiten IPOs. „2006 war bislang ein sehr geschäftiges Jahr für den chinesischen Aktienmarkt. Das zweite Halbjahr dürfte ebenfalls recht lebhaft sein“, erwartet Matthew Koder, Aktienmarkt-Stratege bei UBS in Hongkong

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