Neuemissionen
Rheinmetall will Auto-Tochter aufs Parkett führen

Mit 68 Millionen Euro ist die Automotive-Sparte des Technologiekonzerns Rheinmetall für den größten Teil der Gewinne verantwortlich. Nun soll die Tochtergesellschaft an die Börse, das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben entsprechende Möglichkeiten.
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DüsseldorfDer Technologiekonzern Rheinmetall will seine Automotive-Sparte an die Börse bringen. Das Unternehmen untersuche „die Möglichkeit eines Börsengangs der Kolbenschmidt Pierburg AG, die im Rheinmetall-Konzern den Bereich Automotive repräsentiert“, teilte Rheinmetall am Freitag in Düsseldorf mit. Die Tochtergesellschaft mit Hauptsitz in Neckarsulm produziert Zulieferteile für die Autoindustrie. Sie bringt den aktuellen Halbjahreszahlen zufolge dem Konzern den größten Teil seiner Gewinne ein.

Das Ergebnis von Kolbenschmidt Pierburg erreichte vor Steuern in der ersten Jahreshälfte 68 Millionen Euro. Die Rüstungssparte, der zweite Konzernbereich, brachte dem gegenüber nur 55 Millionen Euro ein. Damit beide Sparten „ihre Wettbewerbsposition mit größerer Flexibilität weiterentwickeln“ können, denke Rheinmetall nun über den Börsengang für Pierburg nach, teilte Rheinmetall mit. Entschieden sei darüber aber noch nicht.

Der Gesamtkonzern schloss die erste Jahreshälfte mit einem deutlichen Plus bei Umsatz und Gewinn ab. Den Zahlen zufolge nahm Rheinmetall zwischen Januar und Juni 2,08 Milliarden Euro ein, ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn legte um fast ein Drittel zu, auf 75 Millionen Euro. Aufgrund der guten Zahlen habe das Unternehmen seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Umsatz könnte nicht wie bisher angenommen 4,3 Milliarden Euro erreichen, sondern bis zu 4,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen könnte den Prognosen zufolge bis zu 370 Millionen Euro betragen, zehn Milliarden mehr als bisher angenommen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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