Neuorientierung nach Fusion zahlt sich aus
Chiles Holzkonzern Masisa erhält gute Noten

Die Aktie des chilenischen Holzkonzerns Masisa ist in diesem Jahr Achterbahn gefahren. Einem kräftigen Kursgewinn folgte erst einmal ein Dämpfer. Doch die meisten Analysten meinen, dass der Aufstieg des Unternehmens erst begonnen hat.

BUENOS AIRES. Masisa profitiert von dem kräftigen Wirtschaftswachstum in Lateinamerika, mit dem ein großer Bedarf nach neuem oder verbesserten Wohnraum einhergeht. Die Analysten von Santander schätzen, dass es in der Region Bedarf an etwa 22 Millionen Wohnungen gibt. Dabei ist Masisa in allen großen lateinamerikanischen Ländern vertreten und gehört jeweils zu den drei Größten im Markt.

Im Jahr 2005 hatten die Unternehmen "Terranova" und "Masisa" fusioniert. Das damals erneuerte Management baute dann 2006 die Herstellung von Holzplatten für Möbel und Innenarchitektur zum Kerngeschäft aus und konnte sich in dem Bereich als lateinamerikanischer Marktführer positionieren.

Masisa wird zu 53,2 Prozent von der internationalen Holding "Grupo Nueva" kontrolliert und ist ein vertikal integriertes Unternehmen mit eigenen Forstgebieten sowie Fabriken für die Herstellung von Holzprodukten. Das Unternehmen verfügt in Chile, Argentinien, Brasilien und Venezuela über insgesamt etwa 250 000 Hektar Wald und hat eigene Sägemühlen und Fabrikanlagen in seinen wichtigsten Märkten einschließlich den USA.

Der Konzern hat zudem mit über 300 "Placacentros" in zehn Ländern ein großes Vertriebsnetzwerk, über das er ein Viertel der Verkäufe abwickelt. "Die Idee der Placacentros ist es, Produkte und den dazugehörigen Service an kleine und mittlere Möbelfabrikanten zu liefern und so die Nachfrage nach den eigenen Produkten zu erhöhen", sagt Felix Lorenzo von BBVA.

Für Kursphantasie sorgen nun Expansionspläne von Masisa. Eine neue Fabrik für mitteldichte Holzfaserplatten (MFD) in Chile wird schon im Mai in Betrieb gehen und soll Masisas MDF-Produktion um 32 Prozent erhöhen. "Die Kosten pro Einheit werden in der neuen Fabrik auf Grund von Skaleneffekten, neuen Technologien und Innovationen deutlich niedriger ausfallen", meint Ben Laidler von UBS. Der Bau einer weiteren Fabrikanlage ähnlicher Größe in Brasilien ist in der Planung. Um weitere Expansionen zu finanzieren, will Masisa institutionelle Investoren oder auch Partner aus der Holzindustrie an seinen Waldgebieten beteiligen, die nach Schätzung von Santander etwa 867,4 Mill. Dollar wert sind. "Das Management hat bei Investoren bereits eine Nachfrage nach solchen Transaktionen ausgemacht", erfuhr Laidler in Chile.

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