Noch in diesem Jahr
BaFin-Chef kündigt Verhaltenskodex für Ratingagenturen an

Ratingagenturen müssen sich auf international verbindliche Verhaltensregeln einstellen. Bereits Ende dieses Jahres könne ein detaillierter Verhaltenskodex fertig sein, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, dem Handelsblatt.

BONN. Der Bafin-Chef dringt vor allem darauf, dass die Ratingagenturen die wichtigsten Punkte ihrer Bonitätsbewertungen offenlegen. "Bei negativen Veränderungen wird der betroffene Emittent wohl verlangen dürfen, dass er die Gründe erfährt. Schließlich kann eine Herabstufung ein Unternehmen erheblich schädigen", sagte er Klare Begründungen seien die Voraussetzung dafür, dass ein Emittent sich verteidigen könne. Sanio will den Emittenten ein Recht zur Gegenrede verschaffen. "So könnte jeder Betroffene den Markt darüber informieren, aus welchen Gründen er die Meinung der Agentur für falsch hält - in der Hoffnung, damit auf Resonanz zu stoßen." An einem Verhaltenskodex arbeitet die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (Iosco), deren Mitglied die Bafin ist.

Hintergrund sind Vorbehalte von Unternehmen und Politikern gegen den Einfluss der Ratingagenturen. Die Bonitätsbewerter wehren sich gegen jegliche Regulierungsbestrebung und halten interne Verhaltensregeln für ausreichend.

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