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Nomura senkt Salzgitter auf „Neutral“, Thyssen-Krupp bleibt „Buy“

Das japanische Analysehaus Nomura hat Salzgitter von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 67,00 auf 58,00 (Kurs: 48,04) Euro gesenkt. Für die Papiere von Thyssen-Krupp behielt Analyst Jeff Largey sein "Buy"-Votum mit einem Kursziel von 30,00 (Kurs: 24,695) Euro bei.

dpa-afx LONDON. Das japanische Analysehaus Nomura hat Salzgitter von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 67,00 auf 58,00 (Kurs: 48,04) Euro gesenkt. Für die Papiere von Thyssen-Krupp behielt Analyst Jeff Largey sein "Buy"-Votum mit einem Kursziel von 30,00 (Kurs: 24,695) Euro bei. Die jüngsten Preiserhöhungen im europäischen Stahlsektor hätten sich wegen einer schleppenden Kundennachfrage nicht durchsetzen lassen, schrieb der Experte in einer Branchenstudie vom Freitag. Insofern sollten die Stahlpreise auch im vierten Quartal unter Druck bleiben.

Dennoch bleibe er angesichts seiner positiven Konjunkturerwartungen und wegen voller Orderbücher und anhaltend hoher Kapazitätsauslastungen bei Salzgitter, Ssab und Voestalpine optimistisch für den Sektor.

Mit Blick auf die beiden deutschen Werte, glaub er bei Salzgitter mittlerweile aber nicht mehr, dass die Gewinnerwartungen des Unternehmens eine überdurchschnittliche Bewertung rechtfertigten, begründete der Experte seine negativere Einschätzung der Aktie. Der Markt habe die fast komplette Kapazitätsauslastung hier aber bereits größtenteils in den Kurs eingearbeitet.

Der Gewinn von Thyssen-Krupp dürfte im neuen Geschäftsjahr 2010/11 von erfolgreichen Umstrukturierungsmaßnahmen profitieren. Außerdem seien die Kapazitäten des europäischen Stahlgeschäftes beinahe zu 100 Prozent ausgelastet. Hier profitiere der deutsche Branchenprimus von einer starken Nachfrage aus der Auto- und Maschinenbaubranche.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht Nomura davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten sechs Monaten im Vergleich zum Gesamtmarkt um bis zu fünf Prozent besser oder schlechter entwickeln wird. Bei einer "Buy"-Einstufung geht das Analysehaus davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten sechs Monaten im Vergleich zum Gesamtmarkt um fünf bis nahezu fünfzehn Prozent besser entwickeln wird.

Analysierendes Institut Nomura.

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