Nordex-Aktionäre für EEG-Einigung: Ein strammer Wind weht durchs Land

Nordex-Aktionäre für EEG-Einigung
Ein strammer Wind weht durchs Land

Nordex in Feierlaune. Die EEG-Kürzungspläne sind vom Tisch, die Auftragsbücher voll und die Zahlen schwarz. Doch eine Frage bleibt: Wie viel staatliches Geld steckt hinter dem Erfolg und wie viel eigene Anstrengung?
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DüsseldorfOb mit Wind oder ohne – den Windkraftbauern in Deutschland kann das herzlich egal sein. Ihre Windräder brauchen sich nicht zu drehen, gebaut werden sie trotzdem und Geld verdienen werden sie mit ihnen ebenfalls. Für einen stetigen Geldfluss sorgt allerdings keine ausgefeilte Management-Strategie und oder eine hohe Nachfrage. Euros spült unter anderem der Bund in die Kassen von Nordex & Co. Dafür haben die Ministerpräsidenten der Länder gesorgt.

Die konnten sich am Dienstagabend nach vierstündigen Verhandlungen gegen die ursprünglichen Regierungspläne durchsetzen, die vorsahen, dass die EEG-Zulagen gedrosselt werden sollten. „Das ist ein guter Tag für die Windenergie in Deutschland“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Die Ministerpräsidenten setzten bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt durch, dass sowohl die Ausbauziele für Windkraft höher ausfallen als auch Standorte in Binnenländern stärker gefördert werden als ursprünglich vorgesehen.

Die Freude über die Entschärfung der Kürzungspläne war vor allem an der Börse zu spüren. Die im TecDax notierten Aktien des Windkraftbauers Nordex stiegen am Mittwoch um mehr als sieben Prozent auf 12,90 Euro. Im Technologieindex machte keine andere Aktien annähernd einen solchen Sprung.

Doch auch wenn heute für Nordex ein Tag zum Feiern ist, bleibt die Frage im Raum, wie substanziell die Kursgewinne sind. Steigt Nordex, weil der Bund die Windkraftbauer weiter mit Subventionen unterfüttert, oder könnte Nordex seine starke Performance auch dann aufrechterhalten, wenn die staatliche Unterstützung ausbleibt? Diese Frage schwebt über Nordex wie das Schwert des Damokles.

Für Nordex sprechen die vollen Auftragsbücher und die starken Zahlen. Zur Vorstellung der Bilanzen im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte Nordex erstmals nach zwei Jahren wieder einen Profit präsentieren. Rasant steigende Marktanteile, die starke Nachfrage in Europa und der gleichzeitige Rückzug aus China, sowie eine Verschlankung der Produktpalette hat den Windkraftbauer wieder zurück auf den Wachstumskurs gebracht. Vorstandschef Jürgen Zeschky betonte: „Wir sind wieder unter den Top-Ten weltweit.“ Vor allem die neue Generation von Turbinen für windschwache Regionen sorge für Schub. 2014 soll der Umsatz ein Niveau von 1,5 Milliarden Euro erreichen. Zusammen mit einer Ebit-Marge von 3,5 bis 4,5 Prozent soll am Ende des laufenden Jahres ein Gewinn von 67 Millionen Euro übrig bleiben.

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