NYSE
Achterbahnfahrt für ManU-Aktie

Ist Manchester United an der Börse doch noch Glück beschieden? Der zweite Tag im Handel bescherte dem Fußballverein erst Verluste und dann Gewinne. Wohin die Reise am Ende geht, bleibt offen.
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New YorkFür Manchester United glich der zweite Tag an der Börse einer Berg- und Talfahrt. Erst fiel die Aktie am Montag im frühen Handel an der New York Stock Exchange auf bis zu 13,96 Dollar - 4 Cent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Doch dann wendete sich das Blatt und das Papier kletterte zwischenzeitlich um 9 Prozent auf 15,27 Dollar. Am Mittag lag die Aktie noch 3 Prozent im Plus bei 14,40 Dollar.

Die anfänglichen Verluste hatten sich bereits am Freitag zum Börsendebüt angedeutet. Die Nachfrage war schwächer als erhofft; die beteiligten Banken kauften vermutlich selbst Aktien auf, um den Kurs zu stützen. Dabei hatte United bereits einen kräftigen Rabatt auf den Verkaufspreis seiner Anteilsscheine gewährt und am Ende 14 Dollar verlangt. Ursprünglich hatte sich der Club bis zu 20 Dollar versprochen.

Mit dem Geld aus dem Börsengang soll der riesige Schuldenberg von 437 Millionen Pfund abgetragen werden. Mehrheitseigentümer von Manchester United ist der US-Milliardär Malcolm Glazer. 2005 hatte er die „Red Devils“ für 790 Millionen Pfund (heute eine Milliarde Euro) erworben, anschließend von der Börse genommen und die Kaufsumme dem Verein als Schulden aufgebürdet.

Wohin die Börsenreise am Ende geht, ist ungewiss. Die sportlichen Erfolge hatten sich zuletzt in Grenzen gehalten. Das Meisterrennen verlor United gegen den Stadtrivalen Manchester City. Dafür hatte der Club die US-Automarke Chevrolet als Trikotsponsor gewonnen und einen gut dotierten Vertrag abgeschlossen. Mit 2,4 Milliarden Dollar gelten die „Red Devils“ als wertvollster Fußball-Club der Welt.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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