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Ölpreis wird auf 50 $ je Barrel steigen - Société Générale

Die Ölpreise werden nach Einschätzung der Société Générale in Kürze weiter steigen. SG-Analystin Deborah White erwartet kurzfristig Ölpreise von 50 $ pro Barrel: "Was schief gehen kann, wird auch schief gehen", zitiert sie in einer am Montag veröffentlichten Studie das Gesetz von Murphy und macht vor allem die Lage im Irak für die jüngsten Preissprünge verantwortlich.

dpa-afx FRANKFURT. Die Ölpreise werden nach Einschätzung der Société Générale in Kürze weiter steigen. SG-Analystin Deborah White erwartet kurzfristig Ölpreise von 50 $ pro Barrel: "Was schief gehen kann, wird auch schief gehen", zitiert sie in einer am Montag veröffentlichten Studie das Gesetz von Murphy und macht vor allem die Lage im Irak für die jüngsten Preissprünge verantwortlich.

Am Montag sank der Preis für einen Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober um zwei Cent auf 43,52 $. Am vergangenen Freitag war der Preis zeitweise noch bis auf 45,15 $ gestiegen.

Anschläge auf Öl-Pipelines und die Kämpfe zwischen US-Streitkräften und Al-Sadr-Anhängern im Süden des Irak begrenzten die Ölexporte des Landes auf eine Million Barrel pro Tag. Die Kapazität sei mit 1,8 Mill. Barrel pro Tag aber fast doppelt so hoch. Getreu dem Gesetz von Murphy ist die angespannte Sicherheitslage im Irak aber nicht die einzige Belastung für den Ölmarkt. Laut White bleiben die Exporte des russischen Ölriesen Yukos gefährdet.

Zudem lege ein siebenwöchiger Streik die norwegische Ölförderung lahm, schreibt White. Hinzu komme, dass Länder wie Indien und Korea angesichts der hohen Ölpreise Steuern oder Zölle für Produkte auf Ölbasis senkten und damit unabsichtlich die Nachfrage noch weiter steigerten. Und offenbar sei den Amerikanern kein Preis zu hoch, um ihre strategische Ölreserve zu füllen. Deshalb rechnen die SG-Experten vorerst weiterhin mit hohen Ölpreisen.

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