Online-Banken verzeichnen steigende Aufträge
Börsengänge und Bullenmarkt locken Privatanleger

Die jüngsten Börsengänge und der Aufwärtstrend der vergangenen Monate am Deutschen Aktienmarkt locken zunehmend wieder private Anleger an.

dpa-afx FRANKFURT. Online-Banken verzeichnen steigende Aufträge, Marktforscher wie das Institut Sentix sprechen von wachsendem Anlegerinteresse und optimistischer Stimmung. Börsenneulinge wie der Solarzellenhersteller Sunline, der an diesem Donnerstag sein Börsendebüt gefeiert hat, sowie Ersol und Q-Cells haben festgelegt, dass 15 bis 30 Prozent der ausgegebenen Aktien an Privatanleger gehen.

"Eine blinde Zeichnungseuphorie für Neuemissionen herrscht aber nicht", sagt Manfred Hübner von Sentix. Das Institut misst wöchentlich die Stimmung am Markt und auch das Interesse an den neuen Werten. "Die Präferenz der Anleger geht eindeutig in Richtung Value und hochkapitalisierte Werte", sagt Hübner - also eher in die etablierten Aktien und Substanzwerte wie Versorger oder Konsumtitel als in Neuemissionen.

Neben dem stetigen Anstieg des Dax auf die 5.000er-Marke haben nach Ansicht Hübners auch die Börsengänge dazu beigetragen, Aktien wieder verstärkt ins öffentliche Interesse zu rücken. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, denn die Nachrichten reißen nicht ab: Vor dem Sunline-Börsenstart hatte in dieser Woche der Hamburger Fondsanbieter Lloyd Fonds seinen Zeitplan zum Börsengang aufgestellt. Beim Kieler Einfamilienhausbauer Design Bau begann die Zeichnungsfrist.

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt sieht ebenfalls einen Trend zur Rückkehr der Anleger. Im ersten Halbjahr 2005 ist die Zahl nach Berechnungen des Instituts erstmals seit vier Jahren wieder um 300 000 auf 10,8 Mill. Aktionäre und Fondsbesitzer angestiegen. Etwa 16,7 Prozent der Bürger über 14 Jahren seien somit investiert.

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