Online-Broker Sino feiert aufwendig die Erstnotiz
Ein Börsengang, der keiner ist

Einen besseren Zeitpunkt hätten Matthias Hocke und Ingo Hillen, die Vorstände des Düsseldorfer Online-Brokers Sino, für den Börsengang am kommenden Montag kaum wählen können.

DÜSSELDORF. Trotz der Debüts von Mifa, der Postbank und Wincor Nixdorf warten Anleger und Investoren noch immer auf die neue IPO-Welle. Dementsprechend groß ist daher auch das Interesse an den Düsseldorfern. Und dass, obwohl das Unternehmen mit einem Börsenwert von rund 16 Mill. Euro auf dem Kurszettel wohl unter „ferner liefen“ zu finden sein wird.

Hinzu kommt, dass der Börsengang eigentlich keiner ist: Es werden nur die 1,753 Millionen Papiere der Altaktionäre zum Handel am Geregelten Markt in Düsseldorf sowie im Frankfurter Freiverkehr zugelassen. Der Gesellschaft fließt kein Geld zu. Wozu also der teure Spaß?

Eine Motivation für den Börsengang ist laut Prospekt, den „Bekanntheitsgrad zu erhöhen“. Insgesamt lässt sich Sino die Notiz daher 360 000 Euro kosten. In der Summe enthalten sind dabei auch die Auslagen für eine Party. Mit 300 Gästen wollen die Vorstände auf der Düsseldorfer Königsallee anstoßen. Eine PR-Agentur wurde beauftragt, für reichlich Prominenz zu sorgen.

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