Online-Speicherdienst Dropbox-Aktie legt beim Börsendebüt an der Nasdaq ein Kursfeuerwerk hin

Mit Vollgas an die Börse: Die Aktie des Online-Speicherdienstes Dropbox ist am Premierentag fulminant gestartet – sehr zur Freude auch von Spotify.
Update: 23.03.2018 - 19:42 Uhr Kommentieren
Dropbox startete fulminant an der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Nasdaq-Debüt

Dropbox startete fulminant an der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New York, FrankfurtDer mit Spannung erwartete Börsengang von Dropbox an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq ist überaus erfolgreich verlaufen: Der erste Kurs lag mit 29 Dollar knapp 40 Prozent über dem Ausgabepreis von 21 Dollar.

Anschließend kletterte der Kurs der unter dem Kürzel „DBX“ gelisteten Aktie in den ersten Handelsminuten schnell über die Marke von 30 Dollar und im weiteren Verlauf bis auf ein Tageshoch von 31,60 Dollar – ein Plus von mehr als 50 Prozent zum Ausgabepreis.

Damit erreichte Dropbox eine Marktkapitalisierung von 12,67 Milliarden Dollar und übertraf den Wert, den das Unternehmen bei seiner letzten Finanzierungsrunde 2014 erreichte, bei der Dropbox mit zehn Milliarden Dollar bewertet worden war. Im Handelsverlauf rutschte sie später wieder knapp unter die 30-Dollar-Marke.

Der Börsengang ist die größte Emission eines US-Technologieunternehmens seit März 2017, als der Facebook-Rivale Snapchat-Betreiber Snap den Schritt wagte.

Dies sind gute Nachrichten für die Börsengänge von Tech-Firmen im Jahr 2018. Am 3. April will sich Spotify ebenfalls aufs Parkett wagen. Bislang strebt der Streamingdienst eine Bewertung von 19 Milliarden Dollar an.

Dropbox schreibt bislang nur Verluste

Dropbox hatte die Erwartungen niedrig angesetzt und peilte an der Börse zunächst eine Bewertung von über sieben Milliarden Dollar an. Wegen der hohen Nachfrage hatte das Unternehmen die Preisspanne erst am Mittwoch um zwei Dollar auf 18 bis 20 Dollar angehoben.

Keine 24 Stunden vor dem Börsendebüt schließlich hob der Online-Speicherdienst den Preis erneut an. Anleger rissen sich um die Papiere – die Aktienplatzierung soll 25-fach überzeichnet gewesen sein. Dropbox gab insgesamt 36 Millionen Aktien aus.

Das Start-up aus San Francisco, das der Entwickler Drew Houston vor zehn Jahren gründete, war der Cloud-Markt noch unausgereift. Dropbox bot zunächst nur einen kostenlosen Service an, mit dem Verbraucher Fotos, Musik oder andere Daten teilen können.

Diesen Service haben mittlerweile aber nicht nur der direkte Rivale Box, sondern auch Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon.com im Sortiment. Das setzte Dropbox unter Druck. Das Unternehmen konzentriert sich daher mittlerweile verstärkt auf Geschäftskunden.

Die Firma schrieb in den vergangenen Jahren allerdings vor allem Verluste: Laut der offiziellen Börsendokumente lag das Minus 2017 bei 111,7 Millionen Dollar, im Jahr zuvor bei 210,2 Millionen Dollar, 2015 bei 325 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen 500 Millionen registrierte Nutzer und elf Millionen zahlende Kunden in 180 Ländern.

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