Optimistische Experten
Dax bleibt Liebling der Analysten

Um fast zehn Prozent ist der Deutsche Aktienindex (Dax) in den letzten beiden Wochen eingebrochen, trotzdem reagieren die Aktienstrategen der großen Banken noch immer mit Gelassenheit. Laut Experten hat der Leitindex den Großteil der Korrektur hinter sich.

FRANKFURT. Auch wenn die Kursturbulenzen noch etwas anhalten dürften, sehen die meisten Experten nun kein all zu großes Rückschlagpotenzial mehr. „Vom Ausmaß her haben wir drei Viertel der Korrektur hinter uns, vielleicht geht es noch bis auf 7 300 Punkte runter“, sagt Ingo Mainert, Geschäftsführer der Cominvest. Am Freitag schloss der Dax bei 7 452 Punkten.

Die Investmentgesellschaft der Commerzbank hatte Mitte Juni als erstes Institut ein Dax-Ziel von 10 000 Punkten für die nächsten zwei Jahren ausgerufen und führt seither die Spitze der Optimisten an. Davon rückt Cominvest auch nach den jüngsten Kurseinbrüchen nicht ab. „Es gibt keinen Grund, Abstriche zu machen“, sagt Mainert.

Die als Grund für die derzeitige Schwäche stets angeführten niedrig besicherten US-Kredite („Subprime“) messen die meisten Experten keine übermäßige Bedeutung bei. „In den USA dämpft der schwächere Wohnungsmarkt zwar die Konsumbereitschaft, das extreme Wachstum der Industrie gleicht jedoch diesen Effekt aus“, sagt Holger Boschke, Chief Investment Officer bei der Dresdner Bank. An seiner Jahresprognose für den Dax von 8 200 Punkten, die nach den 8 152 Punkte von vor zwei Wochen ein neues Allzeithoch darstellen würden, hält er deshalb fest. In dieser Größenordnung bewegen sich auch die meisten anderen Banken.

Weiterer Auslöser für den Kursrutsch der letzten zwei Wochen war, dass von Unternehmensseite so manche Enttäuschung kam. So verfehlten in den USA mit Caterpillar, Pfizer, US Bankcorp oder Google namhafte Gesellschaften die Erwartungen der Analysten. Dennoch warnen sie vor übertriebener Panik. Schließlich haben im marktbreiten US-Index S&P 500 inzwischen rund die Hälfte der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, wovon aktuell 61 Prozent die Erwartungen übertroffen haben. Am deutschen Markt verlor Dax-Schwergewicht Siemens in der vergangenen Woche mit 14 Prozent am meisten, nachdem auch hier die Zahlen enttäuscht hatten. Auf der Gegenseite gab es beispielsweise mit SAP ein Unternehmen, das die Ergebnisschätzungen der Analysten um 17 Prozent übertraf.

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