Party-Gaming würde in den britischen Leitindex FTSE rutschen
Milliardenschweres Online-Kasino strebt an die Börse

Der weltgrößte Internet-Poker-Anbieter Party-Gaming will noch in diesem Monat an die Londoner Börse.

HB LONDON. Das britische Unternehmen teilte am Donnerstag mit, bis zu 23 Prozent der Aktien sollten auf den Markt gebracht werden. Party-Gaming machte keine Angaben zum erwarteten Volumen der Transaktion und zum Marktwert. Analysten schätzen, der Marktwert des gesamten Unternehmens könnte zwischen acht und zehn Milliarden Dollar liegen.

Der 1997 gegründete Online-Unterhalter würde dann in den britischen Leitindex FTSE rutschen, der Börsengang wäre der größte in Großbritannien seit vier Jahren. Die bisherigen Eigentümer könnten durch den Schritt zu Multi-Milliardären werden. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein betreut den Börsengang.

Party-Gaming hat zwar die meisten Kunden in den USA. Ein Börsengang in New York ist allerdings wegen der strengen Regelungen bei Glücksspielen in den USA unattraktiv.

Händlern zufolge könnte das Aktienpaket in London am 27. Juni platziert werden. Aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, das Volumen für die Tranche von 23 Prozent könne bei 1,8 Milliarden Dollar liegen. Dies würde das Unternehmen insgesamt mit etwa 7,8 Milliarden Dollar bewerten. Es sollen keine neuen Aktien ausgegeben, sondern die der Firmengründer verkauft werden.

Unternehmenschef Richard Segal sagte, die Erlöse aus dem Börsengang sollten unter anderem für Zukäufe verwendet werden. „Dies ist ein junges Geschäft in einer jungen Industrie, die in viele Einzelbereiche aufgeteilt ist. Eine Konsolidierung ist unvermeidlich.“ Party-Gaming ist zuletzt rasant gewachsen und hat einen Anteil am boomenden Online-Pokermarkt von rund 55 Prozent. Gewinn und Umsatz waren im ersten Quartal um mehr als 80 Prozent gestiegen.

Das Hauptprodukt des Unternehmens ist die Internetseite PartyPoker.com, daneben gibt es eine ähnlich Webseite für Bingo und Kasino-Spiele. Die Internet-Pokerfirma sitzt in Gibraltar. Dort, in Großbritannien und in Indien arbeiten für die Firma etwa 1100 Menschen. Sie sollen im Zuge der Aktienplatzierung Optionen erhalten, durch die sie an den Erlösen des Börsengangs teilhaben können.

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