Pay-TV-Sender Premiere: Bildstörung bei Premiere behoben

Pay-TV-Sender Premiere
Bildstörung bei Premiere behoben

Premiere hat die Bundesliga zurück – das zählt mehr als Spekulationen über Senderchef Kofler.

FRANKFURT. Premiere ist wieder im Spiel. Nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte im Dezember 2005 hat sich der Pay-TV-Sender wieder nach oben gekämpft. Zwar sind die Zahlen für das Jahr 2006 tiefrot, doch die Aussichten rosig. Analysten sehen den Sender im Aufwärtstrend und Kurspotenzial für die Aktie.

Im Juli 2006 vereinbarte der Sender eine Kooperation mit dem Konkurrenten Arena, der die Rechte für die Bundesliga besitzt. Premiere konnte so seinen Abonnenten außerhalb des Arena-Sendegebietes über Kabel wieder Spiele zeigen. Anfang dieses Jahres bekam Premiere völlig überraschend die Erlaubnis, auch über Satelliten die Spiele wieder zu senden. Der Preis dafür: Arena, und damit der Mutterkonzern Unity Media, erhält ein Aktienpaket von 16,7 Prozent. Der Kabelbetreiber Unity Media wird sich nach Einschätzung von Michael Schatzschneider, Analyst bei der Commerzbank, aber bald wieder aus dem Pay-TV-Geschäft verabschieden und seinen Anteil verkaufen.

Kurz nach der Einigung mit Arena kündigte Premiere-Chef Georg Kofler nun an, dass er seinen eigenen Premiere-Anteil von 11,6 Prozent für rund 180 Mill. Euro verkaufen will – auch, um davon einen Kredit zurückzuzahlen. „Die Ankündigung hatte negative Signalwirkung“, sagt Analyst Schatzschneider. Auch Sonia Rabussier, Analystin bei Sal. Oppenheim, sagt, der Zeitpunkt sei ungünstig gewesen. Die Aktionäre hätten gerade erst wieder Vertrauen zu Premiere gefasst. Kofler hatte immerhin angekündigt, wieder Aktien im Wert von 20 Mill. Euro neu zu kaufen, um ein Zeichen des Vertrauens zu setzen.

Der Verkauf hatte sogar Spekulationen ausgelöst, dass Kofler Premiere verlassen will. In diesem Fall könnten auch große institutionelle Investoren Premiere den Rücken zukehren, sagt Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe. Die Aktie würde massiv unter Druck geraten. Die meisten Analysten bezweifeln aber, dass Kofler vor seinem Vertragsende 2009 aussteigt. Kofler hat Premiere durch schwierige Zeiten gebracht. Er werde es sich nun nicht nehmen lassen, auch die guten Zeiten mitzunehmen, sagt Schatzschneider.

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