Pfälzischer Felgenbauer
Uniwheels strebt an Warschauer Börse

Börsengang auf Polnisch: Der pfälzische Alufelgen-Hersteller Uniwheels will in Warschau an die Börse gehen. Das neue Kapital soll in ein neues Werk fließen. Dann selbstverständlich in Polen, kündigt Firmenchef Schmid an.
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FrankfurtDer pfälzische Alufelgen-Hersteller Uniwheels will mit einem Börsengang in Warschau Geld für ein neues Werk in Polen einsammeln. Bis zu 66,8 Millionen Euro aus einer Kapitalerhöhung erhofft sich das Unternehmen aus Bad Dürkheim, wie Uniwheels am Montag mitteilte.

Die bisherigen Alleineigentümer Ralf und Michael Schmid, die ihre über eine Holding auf Malta gehaltene Beteiligung mit dem Börsengang auf 61 Prozent verwässern wollen, kassieren für Aktien aus ihrem Besitz rund 70 Millionen Euro.

Das Unternehmen sieht sich unter den Erstausrüstern der Autohersteller als Nummer vier in Europa mit einem Marktanteil von elf Prozent. Im Ersatzteilgeschäft, das rund 20 Prozent des Umsatzes ausmacht, ist Uniwheels nach eigenen Angaben mit 13 Prozent die Nummer eins vor der österreichischen Alcar.

„Uniwheels hat einen starken Bezug nach Polen“, begründete Vorstandschef Ralf Schmid die Wahl von Warschau als Börsenplatz. Die meisten Investmentbanker empfehlen Unternehmen, im Land ihres Firmensitzes an die Börse zu gehen.

Schmid hatte Uniwheels seit 1996 aus den Leichtmetallräder-Marken Alutec, Rial, ATS und Anzio aufgebaut. Mit dem Erlös aus dem Börsengang soll ein drittes Werk im polnischen Stalowa Wola mit einer Kapazität von 1,9 Millionen Rädern pro Jahr gebaut werden.

Aus der polnischen Stadt kommen schon jetzt mehr als 80 Prozent der rund 7,2 Millionen Räder, die Uniwheels im Jahr ausliefert. Kapitalmarkt-Erfahrung hat das Unternehmen bereits mit einer Mittelstandsanleihe gesammelt, die 2011 begeben und im vergangenen November zurückgezahlt wurde.

Die 4,8 Millionen Aktien sollen maximal 119 polnische Zloty (29,60 Euro) pro Stück kosten. Profi-Investoren können die Papiere seit Montag zeichnen, Privatanleger vom 17. bis 22. April. Am 23. April wird der Ausgabepreis festgelegt. Die Erstnotiz ist für den 8. Mai geplant. Begleitet wird der Börsengang von der polnischen Commerzbank-Tochter mBank und der Bank Zachodni WBK.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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