Pharmabereich gilt als Schwachpunkt des Unternehmens – Große Kursgewinne sind nicht zu erwarten
Analysten sind bei Bayer eher vorsichtig

Analysten werten den geplanten Umbau des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer zwar grundsätzlich positiv, schätzen die Chancen auf steigende Kurse aber überwiegend als nur durchschnittlich ein.

FRANKFURT/M. 14 der bei Bloomberg registrierten Experten empfehlen, die Aktie, die seit Montag nicht mehr im europäischen Börsenindex Stoxx 50 vertreten ist, zu halten; zwölf raten zum Kauf und sechs zum Verkauf. Als Schwachpunkt gilt das Pharmageschäft. Aber auch das Chemiegeschäft kommt bei Analysten nicht ungeschoren davon.

So blieben die Analysten bei der vor einer Woche verkündeten Pharma-Kooperation mit dem Konkurrenten Schering-Plough in den USA zurückhaltend. Gelobt wurde, dass Bayer damit die eigenen Vertriebsaktivitäten in den USA zurechtstutzen wolle. Das sei jedoch nicht der große Wurf, der den Aktienkurs in den kommenden Monaten in die Höhe treibe, kommentierten die Experten mehrheitlich.

Die Krisenzeiten bei Bayer sehen sie aber auf jeden Fall als beendet an. "Bayer ist jetzt sehr gut aufgestellt für die Zukunft, das Geschäftsmodell des künftigen Konzerns ist weniger risikoreich als bisher", meint Andreas Heine von der HypoVereinsbank.

Dies untermauern auch die jüngsten Geschäftszahlen. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz um 2,3 Prozent höher als vor Jahresfrist und erreichte 14,9 Mrd. Euro. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich um 14,5 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Prächtig entwickelten sich vor allem die Kunststoffsparte (Material Science) und die Pflanzenschutzmittel (Crop Science).

Dennoch: "Bayer verdient in seiner jetzigen Form nicht genügend, um deutliche Kursaufschläge bei der Aktie zu rechtfertigen", sagt Ludger Mues. Der Experte von Sal. Oppenheim traut Bayer nur eine durchschnittliche Kursentwicklung zu. Dem stimmt auch Andreas Theisen von der WestLB zu: "Bayer hat im Branchenvergleich eine etwas schwächere Ertragsperformance, und es besteht Ertragsunsicherheit."

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