Pharmabranche
Pfizer stellt Weichen für IPO der Tiermedizin

20 Prozent seiner Tiermedizin-Sparte will der Pharmariese Pfizer an die Börse bringen. Der Börsengang ist Teil des Konzernumbaus. Auch die Banken für den Börsengang stehen fest.
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FrankfurtDer US-Pharmakonzern Pfizer treibt den Börsengang seiner Tiermedizinsparte voran. Bei der US-Börsenaufsicht SEC meldete die seit kurzem unter dem Namen "Zoetis" auftretende Sparte jetzt den Gang aufs Parkett im Umfang von 100 Millionen Dollar an. Der weltgrößte Arzneimittelhersteller will sich im Zuge des Börsengangs von rund 20 Prozent der Anteile an seinem Geschäft mit Präparaten und Impfstoffen für Nutz- und Haustiere trennen. Der Bereich kam 2011 mit mehr als 9000 Beschäftigten auf einen Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar. Angaben zur Preisspanne und zur Zahl der Aktien wurden nicht gemacht. Auch der konkrete Börsenplatz blieb in der Mitteilung noch offen. Pfizer-Chef Ian Read steuert den Gang auf Parkett für das erste Halbjahr 2013 an.

Die Anmeldung bei der SEC ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Kapitalmarkt. Auch das endgültige Volumen kann sich noch ändern, denn die in der Anmeldung genannte erste Summe wird häufig dazu genutzt, Registrierungskosten zu berechnen. Pfizer hatte im Juni angekündigt, seinen Bereich Tiergesundheit abzuspalten und an die Börse zu bringen. Die Bankhäuser JPMorgan, Bank of America Merrill Lynch und Morgan Stanley sollen den Gang aufs Parkett begleiten.

IPO von Tiermedizin ist Teil des Konzernumbaus
Mit dem Schritt will Pfizer-Chef Read den Konzernumbau weiter vorantreiben und das Unternehmen noch stärker auf das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien ausrichten. Im April hatte der Konzern bereits den Verkauf seiner Babynahrungs-Sparte für rund zwölf Milliarden Dollar an den Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle auf den Weg gebracht. Zudem hatte der Konzern in großem Umfang Kosten eingespart. Dabei gab es auch in der Forschung harte Einschnitte. Aktuell macht Pfizer der Ablauf der Patente seines größten Umsatzbringers Lipitor zu schaffen. Mit dem Cholesterinsenker setzte die Firma in der Spitze immerhin 13 Milliarden Dollar im Jahr um. Im zweiten Quartal brachen die Lipitor-Umsätze um 53 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar ein.

Zu den Wettbewerbern der Tiermedizin-Sparte "Zoetis" gehören die Tiergesundheitsgeschäfte der US-Rivalen Merck & Co und Eli Lilly. Aber auch die Tiermedizin-Bereiche der französischen Sanofi und des Leverkusener Bayer -Konzerns sind wichtige Wettbewerber. Das Geschäft mit Präparaten für Nutz- und Haustiere gilt als lukrativ, da der Fleischkonsum in vielen Schwellenländern zunimmt und in den Industriestaaten viel Geld für Haustiere ausgegeben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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