Pharmabranche
Vielversprechende Pipeline

Johnson & Johnson hat sich in der Alzheimer-Forschung bestens positioniert: Der weltgrößte Produzent für Gesundheitsprodukte hat für eine Milliarde Dollar rund 18 Prozent der Anteile am irischen Biotech-Unternehmen Elan übernommen. Elan arbeitet an zwei vielversprechenden Medikamenten.

STUTTGART. Noch gibt es kein wirklich wirksames Medikament gegen die Demenzkrankheit Alzheimer - die verfügbaren Arzneien versuchen lediglich, die Symptome zu lindern. Dennoch ist der Markt bereits heiß umkämpft und wird in Zukunft einer der wichtigsten in der Branche werden: Mit Jahresumsätzen von etwa 25 Mrd. Dollar weltweit rechnet etwa Analystin Linda Bannister von der Investmentbank Edward Jones. Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen aus Alzheimer-Medikamenten allein in den USA etwa 3,5 Mrd. Dollar.

Deshalb loben die Experten Johnson & Johnsons neuesten Zukauf: Der weltgrößte Produzent für Gesundheitsprodukte übernimmt für eine Mrd. Dollar rund 18 Prozent der Anteile am irischen Biotech-Unternehmen Elan. Gemeinsam soll weiter an zwei Medikamenten geforscht werden, die den Fortschritt von Alzheimer aufhalten und den Aufbau solcher Ablagerungen im Gehirn verhindern, die nach heutigem Wissensstand Gedächtnisverlust und Aggression bewirken.

Falls das gelingt, würde Johnson & Johnson zu einem der wichtigsten Unternehmen auf dem Gebiet der Alzheimer-Behandlung aufsteigen. Der Zukauf der Elan-Anteile sei daher ein wichtiger und mutiger Schritt, sagte Analyst Steve Brozak von WBB Securities der Agentur AP: "Johnson & Johnson musste das einfach tun." Bislang hätten sich die Amerikaner auf den Zukauf von bereits etablierten Firmen beschränkt; diesmal ist es nur ein Teil des Unternehmens, dessen Produkte zudem erst noch entwickelt werden.

Obwohl der Durchbruch bei der Alzheimer-Behandlung noch nicht erreicht ist, geben die Pharmakonzerne viele Milliarden Dollar für die Forschung aus. Denn im Erfolgsfall winkt hier das große Geld. Schätzungen zufolge leiden allein in den USA etwa 4,5 Mio. Patienten an der Krankheit, die nach und nach alle Erinnerungen aus dem Gedächtnis der Betroffenen löscht. Weltweit haben rund 24 Mio. Menschen Alzheimer oder eine andere Form der Demenz.

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