Aktien
Philips fallen nach Zahlen ans Ende des Eurostoxx 50

Der Aktienkurs von Philips hat am Dienstag stark unter dem schwachen Ausblick auf das vierte Quartal gelitten. Die Aktie rutschte bis 10.50 Uhr mit einem Minus von 3,27 Prozent auf 18,36 Euro ans Ende des Eurostoxx 50.

dpa-afx AMSTERDAM. Der Aktienkurs von Philips hat am Dienstag stark unter dem schwachen Ausblick auf das vierte Quartal gelitten. Die Aktie rutschte bis 10.50 Uhr mit einem Minus von 3,27 Prozent auf 18,36 Euro ans Ende des Eurostoxx 50. Der Index lag zeitgleich mit einem Minus von 0,94 Prozent bei 2 787,41 Punkten. Der Ausblick für die Kernsparten Verbraucherprodukte und Halbleiter sei sehr enttäuschend ausgefallen, sagten Händler.

Der niederländische Elektronikkonzern hatte im dritten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich gesteigert und damit die Prognosen getroffen. Für das vierte Quartal hatte sich das Unternehmen aber verhalten optimistisch gezeigt. Die Halbleitersparte werde sich besser oder auf gleichem Niveau wie der Markt entwickeln, hieß es.

Im Bereich Unterhaltungselektronik, also bei Flachbildschirmen und DVD, sei damit zu rechnen, dass die Margen weiter unter Druck blieben. "Philips hat mit Blick auf die vorgelegten Zahlen bei den Konsumentenprodukten enttäuscht", bestätigte Aktienstratege Klaus Stabel vom Wertpapierhandelshaus ICF Kursmakler AG die Einschätzung der Händler.

Bei den Verbraucherprodukten habe sich der starke Preisdruck bei Flachbildschirmen und DVD-Geräten negativ auf die Marge ausgewirkt, schrieb der Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz, Thomas Hofmann, in einer Studie. Gleichwohl sehe er die positive Einschätzung der Aktie bestätigt und werde die Ergebnisschätzung für das Gesamtjahr auf voraussichtlich 2,20 Euro je Aktie anheben. Hofmann bestätigte den Wert mit "Outperformer".

CSFB widersprach dieser Einschätzung. "Wir glauben noch immer nicht, dass Philips eine 'Outperform'-Einstufung verdient", hieß es von den Analysten. Sie bestätigten den Wert mit "Neutral".

"Die Erlöse lagen zwar aufgrund negativer Währungseinflüsse unter unseren Erwartungen, Sondereffekte sowie der hohe Beitrag unkonsolidierter Unternehmen führten allerdings zu einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Nettoergebnis", urteilten die Analysten der Helaba Trust. Auch sie bewerteten jedoch die Auftragseingänge in der Halbleiter-Sparte als enttäuschend.

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