Pirelli Reifenhersteller strebt zurück an die Börse

Pirelli wurde 2005 von China National Chemical übernommen. Nun will der Reifenhersteller offenbar das Comeback auf dem Börsenparkett wagen und Investoren 40 Prozent der Unternehmensanteile anbieten.
Update: 04.09.2017 - 19:25 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen ist vor allem für seine Formel-1-Reifen bekannt. Quelle: Reuters
Pirelli

Das Unternehmen ist vor allem für seine Formel-1-Reifen bekannt.

(Foto: Reuters)

MailandDie Pläne für das Börsen-Comeback von Pirelli nehmen Formen an. Der weltweit fünftgrößte Reifenhersteller will Angaben vom Montag zufolge im Oktober Investoren bis zu 40 Prozent seiner Anteile anbieten. Analysten der Banca IMI, die zu den Konsortialführern gehört, bewerten Pirelli laut einer vertraulichen Studie mit bis zu 8,7 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr machte Pirelli einen Gewinn von 67,6 Millionen Euro und peilt bis 2020 ein jährliches Umsatzplus von durchschnittlich neun Prozent an. Zu welchem Preis Anlegern die neuen Aktien angeboten werden sollen, blieb zunächst offen.

China National Chemical (ChemChina) hatte den Lieferanten von Reifen unter anderem für Formel-1-Rennwagen für sieben Milliarden Euro übernommen und 2015 von der Börse genommen. Anschließend trennte der chinesische Staatskonzern das Geschäft mit Industrie- und Lkw-Reifen ab. Pirelli konzentriert sich auf das ertragsstarke Geschäft mit Reifen für Premium-Autobauer wie Mercedes Benz, Audi und BMW.

ChemChina und der zweite Großaktionär, die Holding Camfin, haben sich den Angaben zufolge verpflichtet, nach dem Comeback an der Mailänder Börse mindestens ein Jahr lang keine weiteren Pirelli-Anteile zu verkaufen. Die Investmentgesellschaft LTI, der die restlichen Aktien gehören, erlegte sich eine Haltefrist von 180 Tagen auf.

Das Unternehmen gehörte zu den Urgesteinen der Mailänder Börse. Es feierte sein erstes Börsendebüt 1922 - im selben Jahr, in dem Benito Mussolini italienischer Ministerpräsident wurde. Nach der Rückkehr an die Börse will das Unternehmen ab Bekanntgabe der Zahlen für 2018 rund 40 Prozent des Nettogewinns als Dividende auszahlen.

  • rtr
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