Poker um Alstom
Siemens verschreckt Investoren

Siemens steigt in den Kampf um Alstom ein. Damit will der Münchener Konzern den Rivalen GE ausstechen. Die Politik haben die Deutschen auf ihrer Seite – die Investoren offenbar nicht. Die Siemens-Aktie fällt deutlich.
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FrankfurtSiemens will für Alstom bieten – und stößt damit bei Investoren auf Skepsis. An der Börse fiel die Siemens-Aktie am Montag um fast drei Prozent. Sie war der größter Verlierer im Dax.

„Ich hoffe sehr, dass es nicht zu einem Bieterkampf um Alstom kommen wird“, sagte Tim Albrecht, Fondsmanager des DWS Deutschland, im Gespräch mit Handelsblatt Online. „Wir sehen die Pläne zum jetzigen Zeitpunkt eher kritisch.“ Der DWS Deutschland ist mit einem Volumen von 4,33 Milliarden Euro einer der größten Aktienfonds in Deutschland.

Der Münchener Konzern hatte am Wochenende erklärt, dass er eine Zusammenarbeit mit Alstom aus Frankreich anstrebe. Siemens will den Franzosen die Sparten erneuerbare Energien und Stromübertragungstechnik abkaufen. Zugleich ist Siemens bereit, seine Hochgeschwindigkeitszüge oder Lokomotiven abzugeben. Damit könnte Siemens die Pläne des US-Mischkonzerns General Electric durchkreuzen, der mit Alstom über einen Kauf der Sparte für Energietechnik verhandelt. Die Amerikaner sind bereits mit einem Milliardenangebot vorgeprescht – ein direkter Angriff auf Siemens in Europa.

Der Poker um Alstom könnte für die Rivalen Siemens und GE teuer werden. Nach Informationen des Handelsblatts taxiert Siemens den Wert der interessanten Unternehmensteile auf elf Milliarden Euro.

Hans-Joachim Heimbuerger, Analyst von Kepler Cheuvreux, schrieb, es sehe so aus, als könne Siemens nur verlieren: Biete der Konzern nicht, könne ein neuer mächtiger Energie-Rivale entstehen. Dies sei aber immer noch besser als ein milliardenschweres Gegenangebot, das die ohnehin große Ausrichtung auf Europa noch verstärke.

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Kreditwürdigkeit von Siemens in Gefahr

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  • "Sollte ein größerer Teil der Übernahme bar finanziert werden, sei das Rating „A“ in Gefahr."

    Arbeiten die US Ratingagenturen und GE hier zusammen?

  • Warum will GE dann Alstom kaufen. Weil so ein Vorzeigekonzern wohl selbst keine Turbinen bauen kann.

  • Siemens passt doch perfekt zu den Franzosen.

    Durchwurschtelei und Bestechungen. Da kann der eine vom anderen lernen.

    Wenn diese Nieten in Niedelstreifen wissen wollen, wie man erfolgreich einen Konzern führt, sollten sie bei GE in die Lehre gehen.

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