Aktien
Porsche-Aktie verliert - Studien von JP Morgan und Citigroup

Die Aktien des Autobauers Porsche sind am Freitag schwächer in den Handel gestartet. Die Papiere verloren gegen 10.15 Uhr 1,25 Prozent auf 480,01 Euro. Ein Analyst führte das Minus auf zwei am Freitag veröffentlichte Studien zurück, die vom Markt negativ bewertet worden seien.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien des Autobauers Porsche sind am Freitag schwächer in den Handel gestartet. Die Papiere verloren gegen 10.15 Uhr 1,25 Prozent auf 480,01 Euro. Ein Analyst führte das Minus auf zwei am Freitag veröffentlichte Studien zurück, die vom Markt negativ bewertet worden seien.

JP Morgan hatte Porsche-Aktien in einer Ersteinstufung mit "Underweight" bewertet und ein Kursziel von 400 Euro festgelegt. Die Citigroup senkte das Kursziel der Porsche-Papiere von 450 auf 425 Euro und bestätigte zugleich die Einstufung "Sell".

Nach Ansicht von JP Morgan droht dem schwäbischen Sportwagenhersteller in den kommenden drei Jahren ein "Gegenwind" von bis zu einer Milliarde Euro durch Abschreibungen (400 Mill. Euro) und Wechselkursverlusten (300 bis 600 Mill. Euro). Porsche habe 50 Prozent des Umsatzes in Nordamerika und 90 Prozent der Kosten in Euro, hieß es in der Studie. Angesichts des derzeitigen Euro-Dollar-Kurses müsse Porsche Kosten von einer Milliarde Euro beziehungsweise 20 Prozent sparen, um auslaufende Absicherungen gegen Währungsrisiken und steigende Abschreibungen auszugleichen. Das bereits erfolgte Outsourcing habe zwar die Margen erhöht, verringere aber den Spielraum für interne Kostensenkungen.

Als positiv bewertete JP Morgan dagegen die herausgehobene Stellung von Porsche in der Autobranche und dessen Modellpalette. So habe Porsche seine Modelle 911 und Boxter erneuert. Zudem werde die lange erwartete vierte Modellreihe - neben dem 911, Boxster und Cayenne - nicht später als im Geschäftsjahr 2006/07 eingeführt, vermuteten die Analysten. Das könne eine Lücke im Luxussegment füllen.

Die Analysten von Citigroup Smith Barney betonten in ihrer Einschätzung, dass die kurzfristigen Aussichten für Porsche-Titel unverändert seien, es jedoch erste Zeichen einer gedämpften Euphorie für die Papiere gebe. Ohne eine glaubwürdige vierte Modellreihe werde das Überschreiten der 100.000er-Marke beim Jahresabsatz von Fahrzeugen schwierig sein.

Zudem bezweifelten die Citigroup-Analysten, dass Porsche seine zurückliegenden Wachstumsraten und die Wertschöpfung langfristig bei einem Euro-Dollar-Kurs von 1,32 halten kann. Die Analysten hoben zwar die Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) wegen des gut laufenden Cayenne und der erneuerten Sportwagenmodelle an. Diese Schätzungen lägen aber weiter unter dem Marktkonsens, hieß es in der Studie. Die Citigroup-Analysten erhöhten ihre EPS-Prognose für das Jahr 2004/05 um zehn Prozent auf 41,20 Euro und für 2005/06 um 14 Prozent auf 44,7 Euro. Angesichts des Umsatzes in Dollar werde das Preisziel der Porsche-Aktie aber von 450 auf 425 Euro gesenkt.

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