Aktien
Porsche brechen nach Einstieg bei VW 10% ein - VW schwach

Mit einem Kursrutsch von zehn Prozent haben Porsche-Aktien am Montag auf den Einstieg des Stuttgarter Autobauers bei Volkswagen reagiert. Der Kurs von VW sackte um zwei Prozent ab, nachdem der Titel in der Vorwoche kräftig gestiegen war. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen.

dpa-afx FRANKFURT. Mit einem Kursrutsch von zehn Prozent haben Porsche-Aktien am Montag auf den Einstieg des Stuttgarter Autobauers bei Volkswagen reagiert. Der Kurs von VW sackte um zwei Prozent ab, nachdem der Titel in der Vorwoche kräftig gestiegen war. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Porsche steigt mit einer 20- Prozent-Beteiligung bei Volkswagen ein und wird zum größten VW-Aktionär. Analysten werten den Einstieg für VW positiv, mit Blick auf Porsche äußerten sie sich zurückhaltend bis negativ.

Bis 9.45 Uhr verloren Porsche-Aktien 9,94 Prozent auf 610,50 Euro. Volkswagen fielen um 1,37 Prozent auf 51,15 Euro und waren damit der schwächste Wert im Dax . Der Leitindex gewann 1,81 Prozent auf 4 970,69 Zähler.

"Die Aktien von VW geben aktuell kräftig nach, da sich nun die Hoffnung der Börsianer auf eine Übernahme aus dem Ausland zerschlagen hat", sagte ein Händler. Diese habe den Kurs in der Vorwoche kräftig steigen lassen. "Nun ist bekannt, dass Porsche einen Anteil von 20 Prozent erwerben will - damit ist das Potenzial begrenzt und der erhoffte Höhenflug der Aktie kehrt sich ins Gegenteil." Andere Börsianer verwiesen zudem auf Gewinnmitnahmen.

Analysten bewerteten den Schritt für Porsche kritisch. So stufte die Deutsche Bank den Titel von "Hold" auf "Sell". Zugleich senkten die Analysten das Kursziel drastisch von 740 auf 550 Euro. Porsche-Aktionäre dürften nun keine Ausschüttung der Liquidität erwarten, hieß es in einer Studie. JP Morgan bestätigte Porsche-Titel auf "Underweight". Für die VW-Aktie bekräftigten sie ihre "Neutral"-Empfehlung mit einem Kursziel von 40 Euro. Bei beiden Werten raten die Analysten zu Gewinnmitnahmen.

Die WestLB senkte ihre Porsche-Empfehlung von "Outperform" auf "Neutral". Auch die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) empfiehlt die Porsche-Aktie kurzfristig zum Verkauf ("Trading Sell"). Die fundamentale Einstufung bleibe "Underperformer", hieß es in einer Studie. Das Kursziel wurde mit 500 Euro beziffert.

Die Bewertung der VW-Titel senkten die LRP-Analysten von "Outperformer" auf "Marketperformer". "Die Aktie von VW hat einen Großteil des von uns erwarteten Kurspotenzials bereits ausgeschöpft", hieß es in der Studie. Auf der Gegenseite dürfte der geplante Einstieg das Rückschlagspotenzial der VW-Aktie begrenzen. Das Kursziel bestätigte Analyst Michael Punzet mit 54 Euro. Mit dem Engagement von Porsche sei der Einstieg eines oder mehrerer Finanzinvestoren unwahrscheinlicher geworden, so Punzet. Kurzfristig orientierte Anleger dürften das gestiegene Kursniveau zu Gewinnmitnahmen nutzen. Zudem seien die positiven Aspekte einer erfolgreichen Restrukturierung des VW-Konzerns (Formotion Plus) bereits ausreichend berücksichtigt.

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